Reiseführer Granada

Baza



Die jahrtausendalte Stadt Baza beherrscht die Ebene (Hoya), der sie den Namen gibt, und liegt eingebettet am Hang der Sierra de Baza, ein Naturpark von 52.337 Hektar, der auf Grund seiner Feuchtigkeit und üppigen Vegetation eine echte "Klimainsel" darstellt, mit Gipfeln von über 2000 Metern Höhe, und der einen lebhaftem Kontrast zu seiner Umgebung bildet. Baza ist eine Stadt der Denkmäler, deren kunsthistorisches Erbe eine zusammenfassende Schilderung aus Stein der verschiedenen Kulturen darstellt, die sie im Laufe der Zeit geprägt haben.

Gastronomie

Olla matancera (Sclachttopf). Rin-ran. Gurullos con perdiz (Rebhuhngericht). Patas de cerdo al ajillo (Schweinehaxe mit Knoblauch). Tortilla de espárragos trigueros (Omelette mit grünem Spargel). Migas serranas (ein Gericht aus Brotkrumen, die in Schmalz ausgebacken werden, mit verschiedenen Wurstsorten, Speckscheiben, etc. - je nach Ortschaft verschieden). Testuz (Schmorgericht aus Saubohnen und Bohnen). Gurupina (Kabeljau mit Kartoffeln).

 

Geschichte

Auf dem Gemeindegebiet wurde eine Vielzahl von archäologischen Überresten aus der Vorgeschichte gefunden.
Hier befand sich im 4. Jh. vor Christus die iberische Ansiedlung der Bastetanos, der Gründer der Stadt Basti (Ursprung des heutigen Baza), einer der ältesten der iberischen Halbinsel, die einer größeren Region ihren Namen gab, nämlich der Bastetania. Aus dieser historischen Epoche stammen die archäologischen Funde von la Dama de Baza und el Torso de Guerrero.

Der karthagische General Hamilkar, so berichtet Titus Livius, starb auf der Flucht in Richtung Basti, als er im Jahre 230 v. Chr. durch den hispanischen Heerführer Orison geschlagen wurde.

Diese bedeutende Stadt des römischen Hispaniens spielte eine herausragende Rolle im Handel und Austausch von Gütern zwischen der Ostküste und dem Landesinneren.

Auch in der arabisch-andalusischen Periode, die hier im Jahre 713 beginnt, war sie ein wichtiger Siedlungskern. In der ersten Hälfte des 13. Jh. erobert der arabische Heerführer Ibn al-Alhamar, Herrscher von Arjona, die Städte Jaén, Baza (1234) und Guadix, und rief sich zum König aus. Fünf Jahre später entstand so das nasridische Königreich von Granada.

Im Jahre 1325 wurde sie durch die Christen eingenommen, mehrere Jahre später jedoch von Abu Valid zurückerobert. Aus den Chroniken schlieÃt man, daß die Araber bei der Einnahme der Garnison, vielleicht zum ersten Mal in Europa, die Anwendung der Artillerie erprobten.

Nach sechs Monaten der Belagerung und mehreren Versuchen der Hilfeleistung seitens von El Zagal, kapituliert Baza im Dezember 1489 vor den Katholischen Königen. Der Verteidiger der Stadt, Cid Hiaya, wird noch im Heerzelt der Katholischen Könige getauft, nimmt den Namen Don Pedro de Granada an, und kämpft bei späteren militärischen Unternehmungen an der Seite der Christen.

Die anschließende Christianisierung der Gegend bedeutete die Vertreibung der Morisken und das Ende des Zusammenlebens von drei Kulturen, der islamischen, der katholischen und der jüdischen, das acht Jahrhunderte lang eine historische Konstante im Al-Andalus gewesen war.

Es gibt Belege dafür, daß Miguel de Cervantes bis zum Jahre 1604 in Baza als Richter der Königlichen Finanzverwaltung tätig war.

 

zusätzliche Informationen

Provinz: Granada

Entfernung bis zur Hauptstadt: 107 km

Höhe über dem Meeresspiegel: 848 km

Ausdehnung/ Fläche: 545 km

Einwohnerzahl: 20.113

PLZ: 18800

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