Ein Teil des Programms „Dinamización de Senderos 2008″ (Belebung von Wanderwegen) der Provinzialverwaltung Málaga ist die Strecke „Macharaviaya - Iznate - Benamocarra", die 11 km lang, mit mittlerem Schwierigkeitsgrad und in 3-4 Stunden zu bewaeltigen ist.
Die Wanderroute fuehrt durch wechselnde Landschaften der drei Gemeindegebiete der Axarquía und beginnt da, wo sich der Weg nach Antequera und die Vereda de Macharaviaya kreuzen. Von der Kreuzung aus geht es durch das Gebiet Los Pulgares, mit einem schoenen Blick auf den Naturpark Sierra Tejeda und das Mittelmeer. Nach Ueberqueren des Wasserlaufs Arroyo de la Hereta gelangt man in die Straβen der Gemeinde, die zur Straβe Richtung Iznate führen.
Bevor man Iznate mit seinen engen, steil angelegten Straβen betritt, kann man noch am hoechsten Punkt der Strecke “Melonar”anhalten.
Parallel zum “Fluss Iznate” gelangt man nach Benamocarra.
MACHARAVIAYA
27 km von Málaga entfernt liegt Macharaviaya, ein Ort in der Axarquía, mit gepflasterten engen Gassen maurischen Ursprungs und weißen Haeusern.
Die Geschichte Macharaviayas, besonders im 18.Jahrhundert, ist eng mit dem Namen der einflussreichen Familie Gálvez, zu deren Mitgliedern der Gruender der Stadt Galveston im amerikanischen Texas und zwei mexikanische Vizekoenige gehoeren, verknuepft.
Das Gálvez-Museum beherbergt eine Ausstellung des Kunsterbes jener Familie. In der Iglesia San Jacinto, die dank der Spenden der Familie auf einem aelteren Gotteshaus errichtet wurde, ist die Familiengruft erhalten. Die Koenigliche Spielkartenmanufaktur “Real Fábrica de Naipes” beherbergt heute Wohnungen.
Macharaviaya war Standort der ersten Agrarbank Andalusiens.
Der Ortsteil Benaque, die Wiege des Dichters Salvador Rueda, liegt nur knapp 3 km entfernt. Ein Museum erinnert an sein Vermaechtnis. Ebenso interessant ist die im Mudéjar-Stil errichtete Kirche Virgen del Rosario, deren Turm das Minarett der ehemals an ihrer Stelle befindlichen Moschee ist.
Macharaviaya ist heute bei Kunsthandwerkern und Kuenstlern wegen seiner Ruhe und Schoenheit beliebt. Seine Fiestas de San Bernardo werden Anfang August gefeiert.
IZNATE
Dieses kleine, beschauliche Dorf liegt im Herzen der Axarquía, in der Nähe des Flusses Iznate. Die engen, verwinkelten und steilen Dorfgassen sowie die Gebaeude arabischer Herkunft machen Iznate zum perfekten Reiseziel mit entspannten Tagen auf dem Land.
Die Umgebung ist von zahlreichen Schluchten und abgerundeten Formationen durchzogen, voller Olivenhaine, Mandelbaeume und Weinberge, die das so typische Landschaftsbild der Gebirge in diesem Landkreis darstellen.
“Fuente de los Tres Deseos”, der älteste Brunnen des Dorfes, wie auch die Kirche “Iglesia de San Gregorio” (16. Jh.), die ein Zurbarán zugeschriebenes Ölgemaelde besitzt, sind die Hauptanziehungspunkte für Besucher.
Anfang August findet das Fest der Muskatellertrauben statt, das man nicht versaeumen sollte. Zu dem umfassenden Programm gehoeren unter anderem Ausstellungen, Kunstworkshops, Flamenco-Abend, Auftritte von ‚Rociero’-Choeren und Tanzgruppen.
In Iznate wird Tradition und Brauchtum grossgeschrieben. Zu dem typischen Gastronomieangebot gehoeren Wurstwaren, Suppen und das Hefegebaeck ‚Hornazo’ mit einem harten Ei, das zum Fest der Maikreuze zubereitet wird.
BENAMOCARRA liegt im Landkreis Axarquía, 41 Kilometer von der Provinzhauptstadt und 5 Kilometer von Vélez Málaga entfernt. Das Dorfbild wird durch die volkstuemliche Architektur gepraegt, bestehend aus niedrigen, hoechstens zweigeschossigen Haeusern mit sehr steilen Strassen und Gassen.
Der Ortsname Benamocarra (bedeutet “Soehne von Mukarran”) verraet die arabische Abstammung. Seine Geschichte vor der Eroberung durch die Christen aehnelt den anderen Gemeinden, die aus ehemaligen maurischen Gutshoefen hervorgingen, sehr. Im Jahre 1478 wurde der Ort durch Ferdinand den Katholiken erobert und nach der Vertreibung der Morisken im 16. Jh., durch alte Christen aus Antequera, Puente Genil, Estepa und anderen Orten neu besiedelt.
Vom urspruenglichen maurischen Dorf sind heute noch einige Ueberreste in der Naehe des Brunnens “Pozo Luchina” zu sehen.
Zu weiteren Sehenswuerdigkeiten dieser Ortschaft gehoert die Pfarrkirche Santa Ana, die im 16. Jh. errichtet und im Jahre 1949 mit grossen Strukturveraenderungen restauriert wurde. Sie besteht aus drei Schiffen, die auf Saeulen ruhenden Boegen voneinander getrennt sind. Der Turm an der Fassade, mit rechteckigem Grundriss und die Deckenkonstruktion des Mittelschiffes, beide im Mudejar-Stil sind das Interessante an dieser Kirche.
Auf dem Dorfplatz ist ein einfaches Denkmal fuer Eduardo Ocón Rivas (1833-1901) gesetzt , der in Benamocarra geboren wurde und zu den beruehmtesten Komponisten aus Málaga gehoert. Er ragte vor allem durch kirchliche Kompositionen hervor („Miserere“ ist sein bekanntestes Werk), waehrend in der profanen Musik die „Rapsodia andaluza“ und „Cantos españoles“ hervorzuheben sind.
Die kleine Kapelle „Santo Chiquito“ wurde der Legende nach, in Erinnerung an folgendes Ereignis errichtet: Im 18. Jh. wurde Benamocarra von einer Epidemie heimgesucht und die Einwohner beschlossen, nach Torre del Mar zu gehen, um eine Christusfigur, der viele großartige Wunder nachgesagt wurden, ins Dorf zu holen. Als man die Figur wieder an ihren Herkunftsort zurueck bringen wollte, nahm die Figur ein so ungeheures Gewicht an, dass man sie nicht bewegen konnte. Die Epidemie verschwand ganz ploetzlich, und die Kapelle wurde an der Stelle errichtet, wo das Gewicht der Figur seine Rueckkehr nach Torre del Mar verhinderte.
Die Landschaft besteht aus einer Reihe von Bergrücken, ohne zu große Hoehenunterschiede, bepflanzt mit Olivenhainen, Mandelbaeumen, Orangen- und Zitronenplantagen. Die Grundlage der einheimischen Wirtschaft stellen zum großen Teil die subtropischen Gewaechse dar.
GASTRONOMIE
An der Spitze eines Speiseplans stehen in Benamocarra das „frito moruno con morcilla“ (Gericht mit Blutwurst), der Avocadosalat und der “gazpachuelo” (Fischsuppe) wie auch vielleicht das typischste Gericht dieser Gemeinde die „coles moreás“, dessen Zutaten Kohl, in Olivenöl frittierter Knoblauch, rote Paprika, Blutwurst und Paprikawurst sind.
Eine weitere kulinarische Empfehlung ist der Eintopf aus Kichererbsen mit gruenen Bohnen und Mangold. Bei den Sueßspeisen sind die „roscos de vino“ (Weinkringel), die „roscos de anís“ (Aniskringel) und die weihnachtlichen „pirulíes“ (Gebaeckstangen) zu nennen. Besonders beliebt ist „vino moscatel“, der Muskateller Wein.
ANREISE
Von der Costa del Sol aus über die Autovía del Mediterráneo (A-7, N-340), die auf der Hoehe von Vélez Málaga Anschluss an die A-335 hat. Von dieser Strasse zweigt die MA-135 ab, die direkt nach Benamocarra fuehrt.
http://carambacar.com/malaga/htsrv/trackback.php/77
Bisher keine Kommentare/Trackbacks für diesen Eintrag...
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| << < | > >> | |||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | |||
| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | |

Grafikmuseum Marbella mit neuer Dauerausstellung 32 Werke des nationalen Wettbewerbs zu sehen
Das Nationale Grafikmuseum in Marbella hat nach einer renovierung seine Türen wieder geöffnet mit Werke von berühmter Künstler wie Goya, Miró und Picasso, die bislang im Archiv des Museums schlummerten. Außerdem sind 32 Radierungen und Stiche des aktuellen 15. Wettbewerbs für Nationale Grafikkunst ausgestellt.
INFOS
Nationale Grafikpreise bis 10. April im Museo del Grabado,
C/ Hospital Bazán, Marbella, geöffnet Dienstag bis Samstag von 10 bis 14 und 17.30 bis 20.30 Uhr.
Web: www.museodelgrabado.com/
Die Gemeinde Algarrobo liegt nur 3 km vom Meer entfernt, auch wenn sie sich nzwischen immer mehr in Richtung Kueste ausdehnt. Am hoechsten Punkt eines Huegels liegt die Kapelle ”San Sebastian”, des oertlichen Schutzheiligen. Sie ist eine, in 1975 erstellte Replik des Originals aus dem 17. Jh., die aufgrund ihres schlechten Zustands abgerissen werden musste. Ihre einfache Bauweise besteht aus einem einzigen Schiff mit lateinischem Kreuz. Die Umgebung der Kapelle wurde als Freizeitpark mit ueppigem Baumbewuchs, Gaerten und Springbrunnen hergerichtet.
Das bedeutendste kirchliche Bauwerk von Algarrobo ist die Pfarrkirche “Santa Ana”, im Zentrum des Ortes. Sie wurde im 17. Jh. mit einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes errichtet. Ihre drei Schiffe, die auf achteckigen Saeulen ruhen, sind durch Reihen von Rundboegen voneinander getrennt. Besondere Beachtung verdienen die getaefelten Holzdecken und die Betnische aus dem 18. Jh. Ein Glockenturm vervollstaendigt die Architektur dieser schlichten Kirche.
In den steilen engen Gassen kann der Besucher an vielen Fassaden Mauernischen zur Heiligenverehrung (wie sie frueher Brauch war) entdecken und von ihren zahlreichen Aussichtspunkten aus einen herrlichen Blick genießen.
Ein wahres Muss für Geschichts- und Kunstliebhaber ist das Archaeologie-Museum der Provinz Málaga, wo die Funde der Ausgrabung der phoenizischen Totenstadt Trayamar zu sehen sind, die nach Aussage der deutschen Archaeologen Schubart und Niemeyer, die jahrelang diese Ausgrabungen untersucht haben, als historisch bedeutendste und bemerkenswerteste paleopunische Begraebnisstaette des westlichen Mittelmeerraums gilt. In den Graebern wurden nicht nur Juwelen, sondern auch einige Objekte griechischen Ursprungs gefunden, die möglicherweise von den Phoeniziern oder sogar von den Griechen selbst hergebracht wurden.
Bei den Graebern handelt es sich um eine Ansammlung aus vorpunischer Zeit, die zu einer Phoenizierstadt gehoerten, welche wahrscheinlich rund um eine Fabrik entstanden ist, deren Bau im 7. Jh. v. C. zeitlich mit der Errichtung der Stadt Karthago zusammenfaellt.
Algarrobo besitzt zwei Exemplare von den zahlreichen, entlang der Küste Málagas noch erhaltenen Wachtürmen. Den “Torre Ladeada” (schiefer Turm), maurischen Ursprungs, der auch als “daleá” (eine Verunstaltung des tatsaechlichen Namens) bekannt ist und den “Torre Nueva” (neuer Turm), der aus dem 16. Jh. stammt. Beide wurden errichtet, um die Bevoelkerung vor Eindringlingen, sowohl vor feindlichen Heeren wie vor Piraten, zu warnen.
Die größte Augenweide für Besucher Algarrobos ist die Naturerscheinung in den Monaten Januar und Februar, wenn die Mandelbaeume blüten. Die Mandeln gehoeren natuerlich zu den Grundzutaten der beruehmten Oelkuchen aus Algarrobo, einem Erbe der Araber. Wein, Sardinenspieße und die kalte Suppe Ajoblanco vervollstaendigen das koestliche Gastronomieangebot vor Ort.
Das weitläufige Gemeindegebiet von Alhaurín de la Torre (ca. 28.000 Einwohner), im Westen des Landkreises Málaga, an der Mündung des Guadalhorce-Tals und etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, ermöglicht in gewisser Weise den weiteren Verlauf des Guadalhorce-Tals bis zur Küste. Ihre Nähe zur Provinzhauptstadt (ca. 17 Km) und nach Torremolinos (ca. 10 Km) haben dazu geführt, dass viele Einwohner dieser zwei Städte Alhaurín de la Torre als zweiten Wohnsitz oder, dank der guten Verkehrsanbindung an die Costa del Sol, als Pendlerwohnort gewählt haben. Trotz des großen städtebaulichen Wachstums hat Alhaurín de la Torre es verstanden, seine Identität und seine Traditionen zu bewahren und die typischen, entzückenden Winkel zu erhalten. Seine Flächen erstrecken sich zwischen dem Gebirge und der Talsohle von Málaga in einer offenen Landschaft, die an den Ausläufern der Gebirgszüge von Mijas und Cártama ansteigt und dann an Höhe verliert, je weiter man in das Tal kommt. Die Gemüsefelder, die Plantagen mit Zitrusfrüchten und subtropischen Produkten vermischen sich immer mehr mit den zahlreicher werdenden neuen Wohnanlagen.
Sehenswert sind: die Kapelle Santo Cristo del Cardón und Kapelle Alamillo, die Pfarrkirche San Sebastián, Aquädukt von Arcos de Zapata, Schutzhütte von Torrijos.
Angesichts der belegten Anwesenheit der Phönizier in Alhaurín el Grande und an der Mündung des Guadalhorce, ganz in der Nähe von Alhaurín de la Torre gelegene Orte, ist es mehr als wahrscheinlich, dass dieser Ort ebenfalls phönizischen Ursprungs ist, durch den auch die Turdetaniden gezogen sind, die genau wie die Phönizier, die in Alhaurín el Grande vorhandenen Silber- und Bleiminen bewirtschafteten.
Zur Zeit der Römer trug der Ort den Namen Lauro Vetus; er muss eine gewisse Bedeutung besessen haben, denn er wird in mehr als einer Chronik aus jener Zeit erwähnt. Manche Historiker glauben, dass in diesem Ort nach der Schlacht von Munda die Anhänger von Julius Cäsar, Cneo Pompeius getötet haben.
Später waren es die Mauren, die sich in der Gegend niederließen und den Ort Alhaurein oder Albarracín tauften. Nach der Eroberung durch die christlichen Truppen im Jahre 1485 erhielt er endgültig den Namen Alhaurín, dem der Zusatz “de la Torre” zur Unterscheidung von Alhaurín el Grande hinzugefügt wurde.
Das Gemeindegebiet Almargen liegt 510 Metern ueber dem Meeresspiegel, im Westen des Landkreises Antequera, im Einflussbereich des Flusses Guadalteba und grenzt an die Provinz Sevilla. Die Entfernung zu Málaga betraegt 105 Kilometer.
Die Pfarrkirche „Inmaculada Concepción“, die im 16. Jahrhundert gebaut und im folgenden Jahrhundert umgebaut wurde, liegt in der Naehe des Dorfplatzes. Die Fassade des Tempels ist im manieristischen Stil gehalten, aber ihr flacher Glockenturm ist ganz eindeutig Barock. In ihrem Inneren sind einige wunderschoene Umkleidungen im Mudejarstil im Mittelschiff erhalten.
Auch die römischen Graeber in der Sierra de Rebollo, die von hohem archaeologischen Interesse sind, muessen unbedingt erwaehnt werden.
Der groeßte Teil des Gemeindegebietes von Almargen besteht aus Feldern (abgesehen von dem der Serranía de Ronda, wo das Gelaende abwechslungsreich ist). Das Land ist ideal für Anbau von Getreide, Sonnenblumen und Olivenhaine.
Aufgrund seiner vielfaeltigen Vegetation und dem Ueberfluss an Wasser, das an manchen Orten medizinische Eigenschaften besitzt, eignet sich die Gegend besonders gut fuer Alternativurlaub, zum Wandern und Radfahren.
Pinienbaeume, Eichen, Weidenbaeume, Pappeln sowie aromatische Kraeuter wie Thymian, Ginster oder Zistrose bedecken ausgedehnte Flaechen. Wenn der Besuch in die Zeit der Bluete der Felder mit Getreide und Huelsenfruechte faellt, dann kommt der Reisende in den Genuss von ungewoehnlichen Panoramablicken.
Seit Ende der Neusteinzeit, wie aus den archaeologischen Funden, die zufaellig beim Bau einer Strasse entdeckt wurden, zu entnehmen ist, haben die hervorragenden Bedingungen des Bodens und die gute Erreichbarkeit dieser Gegend die Ansiedlung von Menschen hier und die Nutzung als Handelswege begünstigt.
Dank des Durchgangsverkehrs auf der Verbindungsstrasse, die zwischen Tartessos und Mainake errichtet wurde, erlebte die Gegend, mit der Ankunft der Phoenizier, ihren ersten wirtschaftlichen Aufschwung.
Einige Jahrhunderte spaeter bauten die Roemer die Via XI, welche die Orte Antikaria und Acinipo miteinander verband, also Antequera und Ronda la Vieja (Altes Ronda) und deren Trasse auch durch das Gebiet um Almargen fuehrte. Anhand dieser Kenntnisse ist es anzunehmen, dass Almargen schon einige Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung ein strategisch wichtiger Ort mit ueberdurchschnittlicher wirtschaftlicher Aktivitaet war.
Nach der Romanisierung der Gegend, scheint es in der Geschichte von Almargen eine Luecke zu geben, die erst nach der maurischen Herrschaft geschlossen wird. Aus dieser Zeit sind nur der Name der Gemeinde und einige Keramikfunde aus dem Tal der beiden Fluesse Corbones und Almargen geblieben. Nach der Eroberung des Landes durch die christlichen Truppen verlaeuft die Geschichte dieses Dorfes parallel zu anderen in der Naehe liegenden Orten.
Anreise
Von Richtung Malaga faehrt man ueber die Landstrasse N-331 bis zur Abfahrt zur A-92 (Richtung Sevilla), ganz in der Naehe von Antequera. Nach ca. 7 Kilometern biegt man auf die A-384, Richtung Campillos ab. Die Ortschaft durchfahren, die selbe Strasse fuehrt nach Almargen.
Das Fahrrad hat sich leider in Spanien noch nicht richtig durchgesetzt, obwohl die Strandpromenaden dafuer geradezu praedestiniert sind, vor allem, wenn dunkle Wolken ueber das Land haengen.
START: Parque de la Constitución in Marbella, direkt vor dem offiziellen Tourismusbuero. Man verlaesst die gepflasterte Strandpromenade in Richtung Puerto Banús und begibt sich auf einen etwas wilderen Weg mit ueppiger Vegetation und passiert linker Hand das Hotel Puente Romano und Pier. Nach der Kurve verschwindet Marbella im Hintergrund und man hat eine wunderschoene Aussicht auf die Bucht von Puerto Banús. Es folgen einige Kilometer auf einem holprigen, aber durchaus gut befahrbaren Weg, vorbei an Victors Beach Bar, wo es durch den sandigen Untergrund anstrengender wird, weil man gut in die Pedale treten muss, um voranzukommen. Der Weg verliert sich im tiefen Sand und man muss fuer ein kurzes Stueck endgueltig absteigen. Bei der Bar Fantasía Playa de los Cuchis kann der Radfahrer entweder das Rad ueber eine steinige Ebene zu schieben, oder er entscheidet sich fuer einen kleinen Umweg. Rechts entlang des Tuempels fuehrt ein gut befahrbarer Pfad bis zur Unterfuehrung, biegt links ab und fuehrt dann wieder zur Kueste. So gelangt man dann zum Paseo Marítimo von Puerto Banús. Ab jetzt geht es ein Stueck der Strasse Avenida de Ribera entlang, vorbei an Monumento a Marbella und dem Einkaufszentrum Marina Banús bis zum letzten Kreisverkehr, an dem man die Abzweigung links zum Strand nimmt. Entlang der Playa de Nueva Andalucia fuehr ein Holzweg, der sich wieder im Sand verliert. An der Stelle, wo der Strand steinig wird, weicht man am besten nach rechts aus, vorbei an den bunten Haeusern von Urbanisacion Laurea, vorbei am Hotel Guadalpín, gelangt man wieder zum Strand, auch wenn zunaechst auf einen holprigen, aber dennoch gut befahrenen Weg, der an seinem Ende an die wunderschoene Strandpromenade von San Pedro anschliesst.
Die Avenida Carlos Cano ist ein breiter, gepflasteter, mit Palmen gesaeumter Weg, ein Traum fuer jeden Radfahrer. Die aufgestellten Fitnessgeraete, deren Benuetzung kostenlos ist, laden zum abwechslungsreichen Muskeltraining ein. Man kann noch einige Kilometer entlang der Playa de Cortijo Blanco, bis dann bei Residential Beachclub Lindavista endgueltig Endstation ist.
Bis nach Estepona sind es noch einige Kilometer, man kann entweder die Nationalstrasse nehmen oder den Drahtesel stehen lassen und am Strand entlang laufen, was auch die Beinmuskulatur entspannt und Muskelkater vorbeugt.
Fuer den Rueckweg empfiehlt sich dieselbe Strecke, oder man kann auch bei Puerto Banús den Umweg ueber den Hafen nehmen. Am Muelle Benabola und Muelle Ribera ist allerding wegen den vielen Spaziergaenger Vorsicht geboten. Von hier aus ist es noch etwa eine halbe Stunde zum Ausgangspunkt.
Dauer der Strecke ist etwa zwei bis drei Stunden, je nach Kondition, Gegenwind und Zwischenstops.
FAHRADVERLEIHE MARBELLA:
Bike Station Marbella Avda. Arias de Velasco 8
H20 Sports Avda. Duque de Ahumada s/n,
Hotel el Fuerte
Moto Mercado Plaza Monseñor Rodrigo Bocanegra
(Altstadt)
Samoa Surfshop c/ Camilo José Cela 4
Der durchschnittliche Tagespreis liegt bei etwa 10 Euro, bei mehreren Tagen gibt es spezielle Angebote.
Wir möchten Ihnen zwei Wanderstrecken bis zum Enamorados-Gipfel vorschlagen:
1.Von Antequera aus, der Aufstieg ist leicht, wenn auch für das letzte Stück gewisse Vorsicht geboten ist., Dauer ca. 2 Stunden.
“Peña de los Enamorados’ lässt sich von Antequera in Richtung Archidona ereichen. Unterwegs zu sehen sind die Höhle Cueva de Viera, eine frühere Begräbnisstätte für Einzelbestattungen, wo sich wunderschöne Dolmen befinden, die Cueva de Menga, eine sehr gut erhaltene künstliche Aufschüttung, sowie der Dolmen del Romeral, vermutlich das modernste Element der gesamten megalithischen Fundstätte der Gegend.
Nach den Meilensteinen führt die Strecke auf der Straße weiter bis hinter die Kreuzung, an der es links nach Ronda geht. In der Ferne erwartet uns einsam der Peña de los Enamorados, der die Form eines Indianerkopfes hat.
Der Legende nach standen eine maurische Prinzessin und ein christlicher Ritter im Mittelpunkt einer Romanze, die sich in den Zeiten der religiösen und kulturellen Intoleranz als unmöglich erwies. Überzeugt von den Gefühlen, die sie füreinander hegten, beschlossen sie, sich ins Gebirge zu flüchten. Als sie sich schließlich umzingelt und ohne Ausweg sahen, besiegelten sie ihre Liebe für immer, indem sie sich gemeinsam von einem Felsen stürzten.
2. Vom schoenen Ort Yunquera, der im Herzen des Las Nieves liegt, mit der weltweit größten Edeltannenfläche, sowie weiteren Besonderheiten seiner Flora und Fauna.
Eine der schönsten Routen in der Region mit 5 Kilometern Länge (Dauer ca. . 6 Stunden) und mittlerem Schwierigkeitsgrad.
Die Route beginnt auf der Straße nach El Burgo. Nach der Burg wählt man den Weg, der links abgeht und geht bis zu einer weiteren Gabelung weiter. Auf dem Weg Richtung Stromwerk gelangt man geradeaus an eine Kreuzung. Dort wählt man den Aufstieg rechts, in Richtung eines kleinen Hügels, von dem aus man die Saucillo Schlucht sieht.
Parallel zur Schlucht geht man bis zu einer unechten Ebene weiter aufwärts. In der Ferne sieht man den 1775 Meter hohen Peñón de los Enamorados. Den endgültigen Aufstieg setzt man auf der einfacheren Ostseite fort, die jedoch trotzdem gewisse Schwierigkeiten zeigt.
Am Ende der Strecke kann den Weg des Cortijo de los Quejigales, einem Treffpunkt weiterer Routen, nehmen.


„Wichtiger als meine Aussagen sind die Bilder und das, was man darauf sieht“. Mit diesen Worten gab der Künstler Daniel Richter am vergangenen Freitag gleich zu Anfang der Pressekonferenz im Museum für zeitgenössische Kunst in Málaga (CAC) den Ton an. „Komplexität und Widersprüche“ seien für ihn wichtig, keine Träume, sondern die Realität darzustellen, erklärte er. Die erste Retrospektive dieses jungen deutschen Künstlers auf spanischem Boden ist bis zum 13. Juli im CAC Málaga zu sehen.
Mehr Info:
Daniel Richter bis 13. Juli im CAC Málaga, C/Alemania, 29001 Málaga
Telf: (+34) 952 120 055
Eintritt frei.
Liegt 20 Kilometer westlich von Málaga, zwischen den suedlichen Auslauufern der Sierra de Mijas und dem Meer, auf einer Hoehe von 280 Metern ueber dem Meeresspiegel.
Die Gemeinde besteht aus drei Ortskernen, die miteinander verbunden sind: Benalmádena-Pueblo, Benalmádena–Costa und Arroyo de la Miel.
Eine Version ueber den Ursprung des heutigen Namens der Gemeinde scheint eine Ableitung des arabischen Ausdrucks Ibn al-Madin zu sein, was soviel wie “Söhne der Minen” bedeutet. Es waren jedoch die Mauren, die ursprünglich der Gemeinde ihren Namen gaben.
Wie die Funde in den Höhlen Cueva del Toro, Los Botijos oder Las Zorreras beweisen, fanden die ersten menschlichen Ansiedlungen in dieser Gemeinde im Oberen Steinzeitalter statt. Zwischen dem 8. und dem 7. Jh. v. C. ließen sich in dieser Gegend die Phoenizier nieder und spaeter folgten die Roemer (Poekelfabrik in Benal-Roma sowie Ueberreste von Siedlungen in Torremuelle und Capellanía). eine stabile Bevoelkerung begann sich zu bilden, als im 18. Jh. mehrere Papierfabriken eroeffnet wurden. Einige Jahre spaeter, durch den Weinanbau, wuchs die Bevoelkerung an. Der Weinbau ging aufgrund einer Seuche durch die Reblaus zu Beginn des 20. Jh. unter. Die Wirtschaft wurde durch Tourismus, das in den sechziger Jahren begann, unaufhaltsam nach oben gebracht.
BENALMÁDENA-PUEBLO ist ein typisch andalusisches Dorf, mit engen Strassen, weißgekalkten Hauusern und aufgrund seiner Naehe zum Meer mit einigen phantastischen Aussichtspunkten ueber die Costa del Sol.
Sehenswert sind hier unter anderem die Kirche “Santo Domingo”, errichtet im 17. Jh., spaeter verschwand ihre urspruengliche Struktur beim Wiederaufbau.
Neben der Kirche gibt es einen Aussichtspunkt, die „Jardines del Muro“ (Mauergaerten), mit einem herrlichen Panoramablick.Der Entwurf stammt vom Architekt César Manrique.
Die beste vorkolumbische Kunstsammlung Europas sowie Objekte aus der Neusteinzeit und der Roemerzeit beherbergt das Archaeologische Museum, das sich om der Avenida Juan Peralta, 43 befindet. Die Marmorplatten, die den Boden des Gebäudes bedecken, stammen von einem Schiff aus dem 18. Jh., das vor Benalmádena gesunken war, zusammen mit einer “Jagenden Diana“ aus dem 16. Jh., die in einem der Saele ausgestellt ist.
BENALMÁDENA-COSTA -rund um Sonne und Strand- ist fuer das touristische Angebot wie große Hotels, Spielkasino, Jachthafen, Seilbahn, Vergnuegungsparks wie Tivoli, Selwo Marina oder Sea Life, Golfplätze, Geschaefte aller Art, etc. international bekannt.
ARROYO DE LA MIEL stellt das wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde dar, konzentriert einen großen Teil der Bevoelkerung und der staedtischen Dienstleistungen.
Seit 30 Jahren gibt es den Vergnügungspark “Tivoli World”, in Arroyo de la Miel mit Attraktionen für jedes Alter, Restaurants für alle Geschmaecker, Freilufttheater, in denen die bekanntesten Darsteller auftreten, und alles dies umgeben von ueppigen Gaerten und Springbrunnen.
Das Freizeitgelaende “Cumbre del Calamorro“ stellt eine weitere Alternative für diejenigen Besucher dar, die mit der Seilbahn auf den Gipfel des Monte Calamorro (770 Meter) fahren.
Die spektakulaeren Ausblicke umfassen nicht nur den Kuestenstreifen, sondern auch einen Teil des Hinterlandes der Provinz. Hier befindet sich auch ein Restaurant mit Bar. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Esel zu mieten, auf dessen Ruecken man einen der Rundwege um den Gipfel unternehmen kann.
Der Eingang zur Seilbahn befindet sich auf dem Vorplatz des Tivoli.
Direkt am Strand steht die Burg “Castillo de Bil-Bil”. Es handelt sich um ein Bauwerk im maurischen Stil, mit rot gestrichener Fassade und Verzierungen aus Keramikfliesen und Reliefs im exquisiten Stil der Nasriden. Die Brunnen, ebenfalls Erbstuecke der moslemischen Kultur, zieren die Seiten der Burg. Außerhalb des Gebaeudes hat man herrliche Aussichten ueber die Straende von Benalmádena.
Das Gebaeude wurde im Auftrag des Ehepaares León und Fernanda Hermann in den dreißiger Jahren errichtet. Enrique Atencia, ein Architekt aus Málaga, wurde mit dem Projekt und der Bauausfuehrung beauftragt. Die Hermanns haben die Burg nie bewohnt, weil sie beschlossen haben, das Gebaeude zu verkaufen, als im Jahre 1936 der Buergerkrieg ausbrach.
Es wurde von der amerikanischen Familie Schestrom erworben und sie wohnte dort bis in die achtziger Jahre. Es gab verschiedene Schwierigkeiten und Verhandlungen, die mit dem Erwerb des Gebaeudes durch die Stadtverwaltung endeten, die es zum Kulturzentrum bestimmte. Heute finden dort von der Stadtverwaltung organisierte Konzerte, Ausstellungen, Vortraege, kulturelle Veranstaltungen und sonnabends standesamtliche Trauungen, statt.
Entlang der Kueste sind bis heute, die aus dem 16. Jh. stammenden, Wachtuerme von Torrebermeja, Torrequebrada und Torremuelle erhalten, die zur Verteidigung, wegen den ständigen, vom Meer ausgehenden Angriffe durch Piraten, errichtet wurden. Die beiden ersten sind maurischen Ursprungs und der dritte wurde spaeter schon unter christlicher Herrschaft errichtet. Ihre konisch geformte Silhouette bestimmt eines der typischen Landschaftsbilder der Kuestenregion von Benalmádena.
Die Burg “Castillo de Colomares” wurde zwischen 1987 und 1994 von Dr. Esteban Martín y Martín erbaut. An diesem Bauwerk sind in einer seltsamen, fast traumähnlichen, aber optisch sehr eindrucksvollen Symbiose so ziemlich alle architektonischen Stilarten vereint. Gleich neben dieser architektonischen Raritaet liegt der “Jardín de las Aguilas“ (Adlergarten), in dem Vorführungen aus der Falkenzucht mit verschiedenen Voegeln dargeboten werden.
Der “Parque de la Paloma” (Park der Tauben) ist die groeßte Gruenzone der Gemeinde. Auf einer Flaeche von ueber 200.000 qm sind Kanarienvoegel, Papageien, Kaninchen, Ziegen, Schafe etc. zu sehen, in einem kuenstlichen See leben Enten, Pelikane, Schildkroeten usw.
Eine weitere Besonderheit dieser Gemeinde ist die “Estupa de la Iluminación“ (Figur der Erleuchtung). Sie wurde am 4. Oktober 2003 eingeweiht und ist mit 33 Metern Hoehe und 25 Metern Breite die groeßte Buddhafigur der westlichen Welt. Sie traegt eine Goldkuppel, die von der gesamten Kuestenregion zwischen Fuengirola und Benalmádena zu sehen ist. Der Meditationssaal hat eine Fläche von 100 qm und 6 Metern Hoehe.
Sie besitzt Wandgemaelde, welche die wichtigsten Stationen aus dem Budhas Leben zeigen. Die Gemaelde stammen von Kuenstlern aus dem Himalaja. Es handelt sich um ein Denkmal an Buddha, das Harmonie, Wohlstand und Frieden symbolisiert, deren Ursprung 2.500 Jahre zurueck liegt.
Die “Aula del Mar” (Schule des Meeres) ist ein Aquarium, in dem eine Ausstellung der Mittelmeerfauna mit erzieherischen und umweltschuetzerischen Veranstaltungen verknuepft wird.
Der “Puerto Deportivo“ (Jachthafen) von Benalmádena verfuegt ueber fast 1.000 Liegeplaetze, eine Tauchschule und die komplette Infrastruktur eines Hafens seiner Gueteklasse (Wasserski, Segeln). Der Jachhafen ist einer der groeßten Anziehungspunkte fuer die gesamte Costa del Sol. Mehrere Millionen Personen besuchen jaehrlich die Vielzahl von Bars, Restaurants und Diskotheken, die es entlang der Hafenpromenade gibt.
Hier befindet sich auch “Sea Life Benalmádena”, ein eindrucksvolles Aquarium, in dem eine Ausstellung der ausgefallensten Meerestiere aus dem Mittelmeer, der Suedsee und der Ozeane zu sehen sind. Besonders interessant ist der Bereich der Haie und der Seepferdchen.
“Selwo Marina” ist ein Wildpark mit Meerestieren. Bei dieser einzigartigen Expedition durch die Neue Welt kann man die Meeressaeugetiere und Voegel Suedamerikas entdecken, nd das erste Delphinarium Andalusiens mit den intelligenten Maultierdelphinen oder „Flaschennasen“ besichtigen. Selwo Marina verfuegt auch ueber die einzige Eislandschaft von Andalusien mit natuerlichem Umfeld verschiedener Pinguinarten.
Der Rundgang, bei dem man nach und nach die verschiedenen Themengebiete des Selwo Marina entdeckt, beginnt auf dem Platz „Placita de las Américas“ (Plaetzchen Amerikas). Man kann zwischen verschiedenen Routen waehlen. Eine der Routen fuehrt zu den warmen Gewaessern der Karibik, wo die Delphine leben. Die zentrale Route fuehrt nach Amazonas zu den exotischen Vogelarten. Die dritte Route fuehrt in die eisige Landschaft des Suedpols, wo man die Pinguine betrachten kann. Auf dieser Expedition kann man zahlreiche Beispiele der Vegetation jenes Kontinents bewundern.
Es gibt auch einen Kinderbereich mit Rutschen, Wippen, Haengebruecken, Kletterspielen usw., sowie einem „Dschungel“, speziell fuer die Kleinsten entworfen.
Selwo Marina verfuegt ueber mehrere Gastronomie-Bereiche mit guter Auswahl an Gerichten und Menues.
ANREISE:
Ueber die Autovía del Mediterráneo (AP-7; N-340) oder per Eisenbahn. Durch die Nahverkehrslinie hat man auch Anschluss nach Fuengirola, Torremolinos und in die Provinzhauptstadt.
Auf dem Berg Maroma, um Velez-Malaga Gegend, sieht man bis in den Fruehling hinein den Schnee auf den Begrruecken liegen. Mit seinen 2.065 Metern ist er der hoechste Berg der Provinz Malaga, obwohl sein Gipfel in Wirklichkeit in der Provinz von Granada liegt. Wer die wunderschoene Aussicht (bei gutem Wetter) bis nach Gibraltar geniessen moechte, muss den Berg einmal besteigen. Der Aufstieg zum Gipfel soll vier Stunden dauern und der Rueckweg weitere drei Stunden. Zunaechst geht es einen Feldweg in westlicher Richtung bergauf und schon bald sieht man den Stausee “La Viñuela” tief im Tal vor sich ausgebreitet. Nach ca. einer Stunde macht der Weg eine scharfe Rechtskurve und wendet sich dem Gipfel zu, auch wenn man ihn nocht nicht sehen kann, weil er von einem Bergruecken verdeckt wird. Ein steiler Weg fuehrt den Berg hinauf.. Nach ca. einundhalb Stunden ist ein Plateau erreicht und der Feldweg ist zu Ende. Weiter geht es ueber einen schmalen Pfad, der auf ein gruen bewachsenen Hang fuehrt. Durch einen Pinienwald gelangt man in die baumlose Zone auf der Nordseite des Berges. Nach insgesamt vier Stunden Marsch ist der Gipfel endlich erreicht. Erst aus einer Entfernung von 50 Metern erkennt man ihnan dem aus Stein gemauerten Tuermchen, das sich in der Mitte des kleinen Hochplateaus befindet.
Neben dem Aufstieg von Alcaucin zum Gipfel des MAROMA gibt es noch drei weitere Moeglichkeiten. Ein Weg beginnt in Canillas de Aceituno, die beiden anderen haben die Picknickplaetze La Rahije zwischen Sedella und Canillas de Aceituno und El Robledal auf der Nordseite in der Provinz Granada als Ausgangspunkt. Im Internet sind zahlreiche Wegbeschreibungen auf deutsch zu finden.
Stein auf Stein liegt uebereinander. Riesige Felsen, die an Untiere erinnern und Steilwaende, von denen jeder Kletterer traeumt – die Landschaft der Sierra de Utrera, die sich auf dem Gebiet der Gemeinden Casares und Manilva befindet. Vergleichbare Steinformationen weist nur der weitaus bekannterer TORCAL von Antequera im Landesinneren der Provinz Málaga auf.
Die Sierra de Utrera erstreckt sich ueber 470 Hektar. Das Gebiet ist zwar kein Schutzraum, ist aber in der Gemeinde Casares als nicht bebaubar geschuetz.
Ein Rundweg durch das Gebiet, in dem viele Vogelarten Schutz finden, fuehrt zunaechst durch den grossen CANUTO DE UTRERA, bis zu den roemischen Baedern von La Hedionda, in denen bereits Cäsar gebadet haben soll. Den Rueckweg kann man entlang dem Río Manilva – vorbei en mehreren Wassermuehlen- einschlagen.
Wegbeschreibung: Bei Km 7 der A-377, die von Manilva nach Gaucín fuehrt, beim Cortijo Los Llanos einbiegen und das Auto parken.
Es lohnt sich in das karstige Gebiet links der Schlucht hochzuwandern. Man kann Felsen, die bizarre Gebilde bilden, erklettern und wenn man Glueck hat, bekommt man auch frei lebende Gemsen zu sehen. Um den Weg durch die Schlucht (CANUTO) zu nehmen, muss man wieder an den Ausgangspunkt zurueckkehren. Man gelangt an eine Betonplattform und am Ende der Schlucht stoesst man auf eine kleine Kapelle, die ERMITA DE SAN ADOLFO. Von dort aus gelangt man zu den “Baños de la Hedionda”, die als Kulturgut geschuetzt sind und so viel wie “stinkende Baeder” heissen. Der Legende nach wohnte der Teufel in dem Gewaesser. Als er vom heiligen Jakobus von dort vertrieben wurde, raechte er sich und versetzte mit seinem Atem dem Flusswasser Schwefel. Die heilende Wirkung der Schwefelquelle entdeckten die Roemer. Julius Cäsar soll hier im Jahre 61 vor Christus eine Herpesinfektion auskuriert haben.
Von hier aus geht man entlang dem Río Manilva, vorbei an mehreren Wassermuehlen.
Am Ende dieses Hoehenwegs gelangt man zu einer kleinen Bruecke, ueber die man einen Pferdehof erreicht. Weiter geht es links an den Pferdestaellen bergauf, von wo man CASARES sehen kann. Dieser Weg fuehrt zu der Strasse, die Manilva und Casares verbindet, zurueck und nach ca. 1,5 km ist man wieder beim Auto.
Diese Wanderung ist nicht besonders schwierig und laesst sich in ca. vier Stunden schaffen. Am Wochenende kommen viele spanische Familien zum Picknick und Baden an die Baños de la Hedionda.
Der kleine Ort CARRATRACA (850 Einwohner) befindet sich 540 Meter über dem Meeresspiegel und liegt im Norden des Landkreises Valle del Guadalhorce, an der Grenze zum Landkreis Antequera, 55 Km von Ronda und von der Provinzhauptstadt entfernt. Es lassen sich auch in Carratraca, wie auch in den Grenzgemeinden, einige der landschaftlichen Eigenarten feststellen, die einige Kilometer weiter typisch für die Landschaften um Ronda, Antequera und das eigentliche Guadalhorce-Tal sind. So ist z. B. das Gelände in der Sierra de Alcaparaín sehr steil und wesentlich sanfter geformt in den Bergen von Baños y Aguas.
Die Vegetation passt sich ihrem Untergrund an, so dass in den Taelern, die vom Las Cañas durchflossen werden, Olivenhaine und Getreidefelder zu finden sind und in manchen Gegenden dichte Pinienwälder und Unterholz vorherrschen, waehrend in der Naehe vom Flussbettes gibt es auch noch Obst- und Gemueseplantagen.
Viele Stellen des Ortskerns sind hervorragende Aussichtspunkte, von denen man eine wunderschoene Landschaft der Sierra Blanquilla ueberblickt.
In einer Erdgrube von 40 Metern Tiefe in der Sierra de Alcaparaín wurde ein Grab aus der Neusteinzeit mit einigen Ueberresten, Malereien und Keramiken. gefunden, welche die Existenz des Menschen seit jeher in diesem Landstrich bestaetigen. Von den Roemern, die sehr bald die heilenden Kraefte des hier in Carratraca aus der Erde sprudelnden, schwefelhaltigen Wassers entdeckten, wurden Muenzen von Tiberius, Claudius und Caesar in der Fundstaette von La Glorieta entdeckt.
Der tatsaechlicher Ursprung des aktuellen Carratraca liegt im 19. Jh., als Konsequenz der Erweiterung eines Landgutes namens AGUAS HEDIONDAS, in dem es ein Kurbad und eine Kapelle aus dem 18. Jh. gab.
Aufgrund des Zustromes von Menschen, die herkamen um die heilenden Kraefte des Wassers zu nutzen, wurde mit dem Bau eines neuen Kurbad 1847 begonnen und die Arbeiten wurde 1856 beendet.
Die beste Werbung fuer das Kurbad, waren die beruehmten Persoenlichkeiten, die das Bad besuchten, unter anderen Eugenia de Montijo, die wohlhabende Familie Heredia, Cánovas del Castillo oder der englische Dichter Lord Byron. Schaetzungsweise kamen gegen Ende des 19. Jh. etwa 5.000 Personen jaehrlich zur Badesaison nach Carratraca, was sich in der Wirtschaft des Dorfes bemerkbar machte.
Außer dem Kurbad besaß das Dorf zu jener Zeit zwei Casinos und eine mehr als eigenwillige Stierkampfarena.
ANREISE:
Von Málaga aus faehrt man ueber die Landstrasse A-357, welche ohne Abbiegungen direkt in die Umgebung von Carratraca fuehrt. Ein gut sichtbares Straßenschild weist auf die Zufahrt zum Ort hin.

Comares auch bekannt unter denn Namen ‘Balcón de la Axarquia’, ist nicht gerade leicht zu erreichen, hat sie vor den städtebaulichen Sünden bewahrt, die mit soviel “Freude” in anderen Orten begangen wurden, und so ist ein Spaziergang durch das Labyrinth ihrer Gassen ein einmaliges Erlebnis, das jeder Besucher genießen und gern weiter empfehlen wird.
Die Römer waren sich schon der Vorteile dieser natürlichen Festung bewusst und es scheint, dass sie an dieser Stelle einen Militärstützpunkt einrichteten, wo an der gleichen Stelle die Mauren später eine Festung bauten -die Burg von Comares-, die zusammen mit den Burgen von Zalía und Bentomiz die drei wichtigsten Verteidigungsspitzen des Landkreises Axarquía darstellten. Nicht weit vom Ort entfernt, am Berg Cerro de Mazmúllar, wurden Überreste einer Stadt aus dem 9. und 10. Jh. gefunden, von der noch die Zisterne erhalten ist, welche 1931 zum Kunsthistorischen Denkmal erklärt wurde. Manche Forscher glaubten, in diesen Ruinen die Festung von Bobastro zu erkennen, die so stark an Omar Ben Hafsun geknüpft ist.
Nach mehreren Vorkommnissen mit Unterwerfung und Verrat zwischen Mauren und Christen wurde dieses Dorf im Jahre 1487 durch seinen letzten Statthalter, Mamad el Jabis, an die Katholischen Könige übergeben. Jahre später wurde der Ort Teil des Besitzes von Diego Fernández de Córdoba. Man weiß, dass die Bevölkerung der Morisken nicht an den Aufständen des 16. Jh. teilnahm, dennoch wurden die Einwohner von Comares vertrieben und das Gebiet wurde mit Menschen aus anderen Landesteilen neu besiedelt.
Anreise
Einer der möglichen Zufahrtswege nach Comares geht von der Stadt Málaga aus. Hier nimmt man die alte Straße nach Colmenar (A-6103) bis zum Bergpass Puerto del León (960 m). Gleich anschließend muss man auf die MA-166 fahren, die später zur MA-165 wird, bis nach Comares. Die Landschaft, die man während der Fahrt zu sehen bekommt, ist einfach überwältigend.
Eine andere Möglichkeit beginnt an der Autovía del Mediterráneo, von hier aus nimmt man die Landstrasse A-335 in Richtung Vélez-Alhama de Granada. Bei Trapiche biegt man auf die MA-145, und hinter Benamargosa fährt man auf die MA-169, welche direkt nach Comares führt.
Cortes de la Frontera befindet sich im Bezirk Serranía de Ronda, am Fuβe der Sierra de los Pinos und der Sierra Blanquilla, im Flusstal des Guadiaro.
Die Gemeinde liegt in einer oekologisch besonders wertvollen Umgebung und ist von einer wunderschoenen, ausgedehnten Waldflaeche umgeben. Kastanien, Korkeichen, Steineichen, Kiefern, Olivenbaeume alles mit hohem oekologischen Stellenwert.
Cortes de la Frontera ist ein idealer Ort für zahlreiche Freizeitaktivitäten und Besichtigungen. Der Bezirk birgt gleich drei Naturparks (Grazalema, Sierra de las Nieves und Los Alcornocales).
Von den etlichen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde ist unter anderem das Rathaus erwaehnenswert, das Ende des 18. Jahrhunderts auf Geheiβ von Carlos III im klassizistischen Bau errichtet wurde. Seine Fassade besteht aus zwei Galerieetagen.
Genauso interessant ist die Pfarrkirche der Muttergottes “Nuestra Señora del Rosario”, zu deren Ehren jeweils im Juni eine groβe Wallfahrt stattfindet.
Zu den weiteren Sehenswuerdigkeiten gehoert ein arabischer Wachturm, eine palaeochristliche Hoehlenwohnung, die Stierkampfarena. und Ueberreste römischer Architektur.
Im Norden des Bezirkes Antequera, wo die Provinz Málaga an die Provinz Córdoba grenzt, liegt auf einer Hoehe von 323 Metern in der sogenannten Subbetica von Málaga, ein kleiner Ort mit etwa 1.600 Einwohnern, namens “Cuevas Bajas”, der soviel wie untere Hoehlen heisst. Die Entfernung zur Provinzhauptstadt betraegt 72 km.
Den Spaziergang durch Cuevas Bajas sollte im Zentrum des Ortes innerhalb der Altstadt, bei der Kirche San Juan Bautista, beginnen. Das Gotteshaus aus Mauerwerk und Ziegel stammt aus dem 18. Jahrhundert, erbaut auf einem kleineren Tempel. In ihrem Inneren ruhen auf starken Saeulen drei Schiffe, die durch Rundboegen voneinander getrennt sind. Als Besonderheit befindet sich auf der linken Seite die Kapelle des Tabernakels. Dieser Altar wurde 1706 angefertigt und das Taufbecken aus rotem Marmor stammt aus dem Jahr 1606. Zwei Nischen an der Straße bezeugen die Verehrung des Volkes für manche Heiligenbilder, wie der Virgen del Carmen in der Calle Victoria, oder des Jesús Nazareno in der Calle Archidona.
An der Calle Real und der Plaza de la Reja befinden sich die bemerkenswertesten zivilen Gebaeude dieses Ortes, wie die „Casa de los Cristales“ (Haus der Fenster) und die „Casa de Felipe Quintana“. Nennenswert ist auch die schmucke Fassade des ehemaligen Gasthauses von Juan González. Das Gasthaus war mal ein Treffpunkt der beruehmtesten bandoleros (Banditen) des 19. Jh. . In jeder Zeit war dieses Dorf auch unter seinem zweiten Namen bekannt: “Cueva de los Ladrones”, also Hoehle der Diebe.
Unter den Stammgaesten finden sich Namen wie Antonio Vargas Heredia, Chato de Benamejí, Salvador González, Luis Artacho und Gebrueder Caldera.
Am Ufer des Genil geht es mit Vergnügen weiter. In der Flusssenke steht noch immer ein Wasserrad aus dem 19. Jahrhundert. Einen herrlichen Panoramablick auf das Tal geniesst man von der Hoehe des “Altos den San Antón". Ebenso empfehlenswert ist ein Besuch des bewässerten Anbaugebiets Huertas del Marqués oder
der Doerfer “La Moheda”, wo man das Wasser des Brunnens trinken sollte und “El Cedrón” mit juedisch-maurischer Vergangenheit, wo ein guter Teil des mittelalterlichen Zaubers noch erhalten ist.
Eines der Wahrzeichen von Cuevas Bajas, dem sogar ein Fest am 1. Sonntag im September gewidmet ist, ist die „Zanahoria morá” (lila Karotte). Das eigentümliche Gemüse mit lila Oberfläche wird am Flussufer des Rio Genil angebaut.
Dies ist ebenso typisch wie auch die „porra“ (Tomatencreme mit hartgekochtem Ei), oder das einheimische Getraenk „Resoli” (hausgemachter Likoer aus sueβem Anisschnaps, Kaffeebohnen und der Kraeuterpflanze Hierbalusia). Noch urspruenglicher sind der „hornazo“ (Brotkranz mit einem hartgekochten Ei in der Mitte), die „gachas de mosto“ (Mehlspeise mit Most), die „migas“ (geroestete Brotkrumen mit Beilagen), der „puchero“ (Schmortopf) und der „potaje“ (Eintopfgericht). Sehr beliebt sind die „tortas de aceite“ (Oelfladen) und die „roscos de vino“ (Weinkringel).
Die Gemeinde Cuevas de San Marcos, mit ungefähr 4.000 Einwohnern,
liegt im Norden des Landkreises Antequera, an der Grenze zur Provinz Córdoba, auf einer Hoehe von 420 Metern ueber dem Meeresspiegel.
Der Ortskern erstreckt sich ueber einen Bergruecken, vom Tal des Genil bis zur Sierra de Malnombre und bis zum Gipfel Camorro de Cuevas Altas und ist einer der interessantesten Flecken in dieser Gegend, in denen sich Niederwald, Olivenhaine, Pinien, Eichen, Mandelbaeume und sogar die ruhigen Wasser des Stausees von Iznájar abwechseln.
Die Kirche San Marcos ist das repraesentativste Bauwerk des Ortes. Sie stammt urspruenglich aus dem 17. Jh., jedoch im 18. Jh. wurde sie einem tiefgreifenden Umbau unterzogen, aus dem eine harmonische Kombination von Barock und Neoklassizismus entstand. Dieser letztgenannte Stil ist an der eindrucksvollen Fassade zu finden.
Das Innere besteht aus drei Schiffen mit Halbgewoelben. An ihrem Aeußeren sticht der Glockenturm aus drei Baukoerpern hervor, der mit einem spitzen Dach abschließt, welches mit auffälligen glasierten Keramikkacheln gedeckt ist.
Die Kapelle der Carmen ist etwas bescheidener als die Pfarrkirche und wurde erst im 18. Jh. erbaut. Sie besteht aus einem einzigen Schiff sowie einem Backsteinturm mit Dach aus Keramik. In ihrem Inneren befindet sich die sechseckige Gebetsnische mit einer Laterne.
Ein unverwechselbares Zeugnis dafuer, dass die ersten menschlichen Siedlungen in dieser Gegend aus der Vorgeschichte (Chalkolithikum) stammen, ist die Hoehle von Belda, die in dieser Gegend sicherlich der Ort von groeßtem Interesse für Besucher ist. Es handelt sich um eine große Hoehle von karstigem Ursprung, gefuellt mit Stalaktiten und Stalagmiten, die rund um drei unterirdische Seen angeordnet sind. Die hier gemachten praehistorischen Funde sind von außerordentlicher Bedeutung, wobei das wichtigste Objekt dieser Fundstaette wahrscheinlich eine Goetzenfigur von nur sieben Zentimetern Laenge ist, die in einen Tierknochen geschnitzt wurde. Eine weitere archaeologische Fundstaette von großem Interesse ist die von “Medina de Belda”, auf dem Gipfel der Sierra del Camorro gelegen. An dieser Stelle befand sich frueher die Stadt Belda, die gemaess den Chroniken aus 200 Haeusern bestand, von denen heute nur noch wenige Reste erhalten sind. Die Existenz des Dorfes Belda im Jahre 298 v.C. wird von Ptolomeo in seiner „Geografie“erwaehnt, wodurch belegt ist, dass der Ort schon vor der Ankunft der Roemer existierte. Aus dieser Zeit sind Muenzen aus der letzten Kaiserzeit, ein Bronzesarg, Amphoren und einige Mosaiksteinchen gefunden worden, mit denen man ein groeßeres Mosaikstueck rekonstruieren konnte, welches das Gesicht einer jungen Person zeigt. Belda war schon waehrend der Roemerzeit eine der wohlhabendsten Staedte der Betica (Andalusien), aber unter den Arabern gewann sie sogar noch weiter an Bedeutung.
Die verschiedenen Zivilisationen, haben alle Spuren ihrer Kulturen hinterlassen. Die staendige Anwesenheit der Menschen in dieser Gegend bezeugen viele Funde wir z. B.
der als „Kind mit Stein“ bekannte Menhir, die Ueberreste von iberischen Keramikarbeiten, die Aexte und andere Werkzeuge aus der Bronzezeit, die an verschiedenen Stellen gefunden wurden. Ebenfalls gibt es Ueberbleibsel eines Turms und einer Zisterne.
Seit der Invasion der Moslems im Jahre 711 bis zum 10. Jh., war diese Gegend Schauplatz für turbulente Ereignisse, unter denen der Aufstand von Omar Ben Hafsun gegen das Omeya-Kalifat besonders zu nennen ist. Obwohl diese widerspruechliche Figur sein Hauptquartier in Bobastro hatte, errichtete er Festungen zur Verteidigung an verschiedenen Stellen in der Provinz Málaga, eine davon in Belda auf dem Gipfel Cerro del Camorro.
Im Jahre 1424, eroberte Pedro de Narváez, der Statthalter von Antequera, mit 350 Maennern, Belda. Er ließ die Häuser und die Festung zerstören, die von Omar Ben Hafsun erbaut worden waren. Juan II. übergab die Ländereien von Belda, die in vier Güter unterteilt waren, an die Stadt “Antequera”. Zwei von ihnen waren der Ursprung für die Ortschaft “Cuevas Altas” und aus den anderen beiden entstand später der Ort “Cuevas Bajas”.
Anreise
Von Málaga aus faehrt man über die Schnellstrasse A-45 (bzw. N-331) in Richtung Antequera. Bevor man in die Stadt kommt, faehrt man auf die A-92 und nach weniger als drei Kilometern nimmt man erneut die N-331 (keine Schnellstrasse mehr) in Richtung Lucena. Genau an der Grenze zur Provinz Córdoba nimmt man die Abfahrt zur Landstrasse A-6212 und nach Passieren von Cuevas Bajas kommt man acht Kilometer spaeter nach Cuevas de San Marcos.
Am Strand von Sanlúcar de Barrameda kann man den rauen Atlantik schmecken. Der feine, vom Wind aufgewirbelte Sand, der um die Fuesse staeubt und das tuerkisblaue Salzwasser, dass zum reinspringen einlaedt.
Aber auch die Stadt am Fluss-Delta hat viel zu bieten. Weltweit ist die Stadt bekannt durch den Manzanilla Sherry, der eben einzigartig ist, weil er anders, als die anderen Sherrys schmeckt. Die Naehe zum Meer und zum Guadalquivir-Delta gilt als entscheidender Faktor fuer den besonderen Manzanilla-Geschmack. Die Atlantikbrise verleiht eine salzige und trockene Note. Bei der Gaerung des Traubensaftes entsteht ein spezieller, rein biologischer Schimmelpilz, den nur die beiden Sorten Manzanilla und Fino haben. Normalerweise waechst und stirbt dieser Pilz in der Sherry-Region zwei mal im Jahr, aber aus unerklaerlichen Gruenden in Sanlúcar waechst er das ganze Jahr ueber und das schmeckt man.
Rund 10.500 Eichenfaesser lagern in der mittelstaendischen Bodega, die in sechster Generation seit 1860 ein Familienbetrieb ist. Etwa 50 Mitarbeiter kuemmern sich bei Romero um die Weine. Rund eine Million Liter werden jaehrlich verkauft.
Zu den Sehenswuerdigkeiten gehoert der Kern um den Rathausplatz, aus dem 16. Jahrhundet, sowie auch der Dominikanerkloster, der aus dem 17 Jahrhundert stammt. Historisch ist die Hafenstadt durch Kolumbus bekannt geworden. Er startete von Sanlúcar zu seiner dritten Amerika-Reise und dort trat Magellan seine Weltumseglung an.
Das traditionelle Pferderennen, direkt am Wasser unten am Strand, feierte vor kurzem sein 160. Jubilaeum.
Sanlúcar de Barrameda liegt rund 20 Km westlich von Jerez de la Frontera und ist ueber die neue vierspurige Autobahn A 381 von Algeciras mit der Costa del Sol verbunden.
Das Dorf El Chorro liegt 51 Kilometer von Málaga entfernt, es ist ueber die Landstraße 332 zu erreichen.
Um den Weg zu den Schluchten “Los Gaitanes” und “Gaitanejo” zu erreichen, muss man den, an der Eisenbahnlinie entlang verlaufenden Pfad folgen.
Der Zugang zum Desfiladero de los Gaitanes ist ueber eine kuenstliche Treppe zu bewaeltigen, die schließlich zu einer Bruecke fuehrt, die die Schlucht viele Meter ueber dem Wasser ueberspannt. Hier beginnt ein 3 km langer Fußgaengerweg, der sogenannte “Caminito del Rey”, das “Koenigswegchen”, der aufgrund des fehlenden Gelaenders nicht ungefaehrlich ist. Am Ende der Strecke erwarten den Wanderer ruhige Gewaesser und sanfte Wiesen, zu denen man auch durch die Schlucht Desfiladero del Gaitanejo gelangt.
Empfehlenswert ist ein Besuch der Hoehle Cueva de Ardales (oder de Doña Trinidad Gründ), wo man Hoehlenmalereien, Reste aus der Jungsteinzeit und mehrere Begraebnisstellen zu sehen bekommt. Im Areal Mesas de Villaverde, das nur wenige Kilometer entfernt liegt, kann man eine mozarabische Felsenkirche und die Ruinen von Bobastro besichtigen.
Bei heissen Temperaturen ruft das Meer . Doch die vollen Straende, heisser Sand und Faulenzen im Sonnenstuhl sind nicht jedermanns Sache. Wer sich lieber bewegen mag, und dennoch nicht auf ein kuehles Bad verzichten will, der sollte eine Flusstour wagen.
Natuerlich bedeuten Fluesse im Sommer nicht unbedingt totale Einsamkeit. So wird z. B. der “Barranco Blanco am Río de la Pasadas” zwischen Coín und Alhaurin el Grande am Wochenende haeufig von Familien der nahen Ortschaften aufgesucht. Weniger Besucher gibt es am Wochentag. Kleine Wasserfaelle und Lagunen laden zu einer Abkuehlung ein. Wer nicht ueber teilweise steil abfallende Felsen klettern will, muss wohl an einigen Stellen durch den Fluss schwimmen. Oleanderbuesche und Farn saeumen den Weg.
ANFAHRT: ueber die Strasse von Coín nach Mijas; kurz hinter dem Gelaende der ehemaligen Filmstadt “Ciudad del Cine” fuehrt die Strasse rechts zunaechst auf eine Sandpiste. Diese geht spaeter in eine asphaltierte Strasse ueber. An der Bruecke ueber dem Río de las Pasadas kann man parken.
Der “Charco de la Virgen“ (die Jungfrauenlagune) in Tolox ist viel einsamer, da er viel schwerer zugaeglich ist. Man muss ca. eine Stunde Fussmarsch auf sich nehmen, wovon die Haelfte sich leicht auf einem gut ausgebauten Pfad bewaeltigen laesst. Der Weg startet hinter der Kuranstalt von Tolox. Nach der ersten Haelfte wird er zwar noch durch silberne Pfeile markiert, aber man muss einen Teil ueber eine Orangenplantage, einen Bewaesserungskanal und schliesslich durch das Flussbett des wenig tiefen Río Horcajo zuruecklegen. Die Tour endet an einem Wasserfall mit einer kleinen Lagune, in der man schwimmen kann, als angenehme Entschaedigung fuer die Strapazen.
Eine gesunde und leichte Flussvariante ist der “Río Manilva” mit seinem stinkenden, schwefelhaltigen Wasser bei den “Baños de la Hedionda”. Schon Caesar soll darin eine Herpesinfektion kuriert haben. Ihren Gestank erhielten sie der Legende nach durch den Teufel, der damit den heiligen Jakob verschrecken wollte.
ANFAHRT: Zu den Baños gelangt man am besten, wenn man dem Río Manilva, vorbei am Feriagelaende, folgt. Wer noch ein Stueck wandern will, kann den Fluss weiter hinaufgehen, wo sich weitere Stellen zum Baden befinden.
Groesse Auswahl an den piscinas naturales (natuerliche Schwimmbecken) und Wasserfaellen findet man am “Río de la Miel” (Honigfluss) in Algeciras und am “Río Verde” (gruener Fluss) in der Provinz Granada.
Der Fluss Río de la Miel wurde schon im 12.Jhd. von dem arabischen Magnaten Ben Abi Ruh aus Algeciras gepriesen. Er schrieb ein Gedicht, in dem er eine Nacht mit seiner Geliebten am Ufer des Flusses beschreibt.
ANFAHRT von Malaga aus in Richtung Tarifa und man biegt an der letzten Ampel in der Stadt Algeciras rechts ab. Dort fragt man am besten nach der Casa de la Marquesa, wo der Fussweg beginnt. Die ersten Pools kommen gleich nach der alten Wassermuehle.
Der schattige Weg am Río de la Miel entlang beginnt in “El Cobre”, einem Vorort von Algeciras.
Am Río Verde entlang findet man viele Kletterer und hohe Wasserfaelle. Der Fluss befindet sich in der Naehe der alten Strasse, die Almuñecar und Granada verbindet. Die Strasse fuehrt mitten durch die grandiose Landschaft der Sierra de Almijara. Ein Schild weist auf den Einstieg zum Río Verde hin. Nach gut einer Stunde Wanderung kommt man an einen gruen glitzernden Pool mit einem hohen Wasserfall. Wer nun weiterlaufen mag, kann sich fuer zwei Wege entscheiden: Einer folgt dem Fluss, der an einigen Stellen recht steile Abhaenge hat, bietet aber tolle Ausblicke an Wasserfaelle, die bei den Kletterern sehr beliebt sind. Der andere fuehrt zu einem Stausee.