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CANUTO DE UTRERA – Baden, wo der Teufel das Wasser vergiften wollte
20.10.08 @ 12:07:28, Kategorien: Background, 385 Wörter   German (DE)

Stein auf Stein liegt uebereinander. Riesige Felsen, die an Untiere erinnern und Steilwaende, von denen jeder Kletterer traeumt – die Landschaft der Sierra de Utrera, die sich auf dem Gebiet der Gemeinden Casares und Manilva befindet. Vergleichbare Steinformationen weist nur der weitaus bekannterer TORCAL von Antequera im Landesinneren der Provinz Málaga auf.
Die Sierra de Utrera erstreckt sich ueber 470 Hektar. Das Gebiet ist zwar kein Schutzraum, ist aber in der Gemeinde Casares als nicht bebaubar geschuetz.
Ein Rundweg durch das Gebiet, in dem viele Vogelarten Schutz finden, fuehrt zunaechst durch den grossen CANUTO DE UTRERA, bis zu den roemischen Baedern von La Hedionda, in denen bereits Cäsar gebadet haben soll. Den Rueckweg kann man entlang dem Río Manilva – vorbei en mehreren Wassermuehlen- einschlagen.
Wegbeschreibung: Bei Km 7 der A-377, die von Manilva nach Gaucín fuehrt, beim Cortijo Los Llanos einbiegen und das Auto parken.
Es lohnt sich in das karstige Gebiet links der Schlucht hochzuwandern. Man kann Felsen, die bizarre Gebilde bilden, erklettern und wenn man Glueck hat, bekommt man auch frei lebende Gemsen zu sehen. Um den Weg durch die Schlucht (CANUTO) zu nehmen, muss man wieder an den Ausgangspunkt zurueckkehren. Man gelangt an eine Betonplattform und am Ende der Schlucht stoesst man auf eine kleine Kapelle, die ERMITA DE SAN ADOLFO. Von dort aus gelangt man zu den “Baños de la Hedionda”, die als Kulturgut geschuetzt sind und so viel wie “stinkende Baeder” heissen. Der Legende nach wohnte der Teufel in dem Gewaesser. Als er vom heiligen Jakobus von dort vertrieben wurde, raechte er sich und versetzte mit seinem Atem dem Flusswasser Schwefel. Die heilende Wirkung der Schwefelquelle entdeckten die Roemer. Julius Cäsar soll hier im Jahre 61 vor Christus eine Herpesinfektion auskuriert haben.
Von hier aus geht man entlang dem Río Manilva, vorbei an mehreren Wassermuehlen.
Am Ende dieses Hoehenwegs gelangt man zu einer kleinen Bruecke, ueber die man einen Pferdehof erreicht. Weiter geht es links an den Pferdestaellen bergauf, von wo man CASARES sehen kann. Dieser Weg fuehrt zu der Strasse, die Manilva und Casares verbindet, zurueck und nach ca. 1,5 km ist man wieder beim Auto.
Diese Wanderung ist nicht besonders schwierig und laesst sich in ca. vier Stunden schaffen. Am Wochenende kommen viele spanische Familien zum Picknick und Baden an die Baños de la Hedionda.

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