Casarabonela liegt etwa 500 Meter ueber dem Meeresspiegel, im Nordwesten des Landkreises Valle del Guadalhorce, erstreckt sich bis in den Landkreis Ronda und Antequera, hinein ueber die Sierra de Alcaparaín (1.200 m) und die Sierra de Prieta (1.521 m) und reicht bis zum Río Turón. Die Entfernung zur Provinzhauptstadt betraegt ca. 48 km.
Der Name „Casarabonela“ besteht seit dem 15. Jh., abgeleitet von Csar Bonaira (Palast von Bonaira).
Dem Ort wurde das Stadtrecht im Jahre 1574 durch Philipp II. verliehen.
Die Existenz des praehistorischen Menschen in der Gemeinde Casarabonela belegen einige Funde aus der Neusteinzeit und aus der Zeit der Roemer. Die archaeologische Fundstätte kann man in Los Villares, einem alten mittelalterlichen Dorf, nicht weit vom Ortskern entfernt, besuchen.
Casarabonela verbirgt viele interessante Ueberraschungen wie z. B. ein Andalusí-Garten, die Kapellen Veracruz und El Calvario, die Muehle Molino de los Mizos, Brunnen, Wasserfontaenen, das Kreuz Cruz de la Fuensanta, das maurische Schloss…
Das Museum für Sakralkunst, das Ende 2003 eingeweiht wurde und eine ausgezeichnete Ausstellung religioeser Kunst birgt, befindet sich hinter dem Hauptaltar in der Kirche Santiago Apostol. Es umfasst Buecher, Skulpturen, Stickereien, eine Sammlung an Silberschmiedearbeiten (17. Jahrhundert bis heute), sowie einige Gemaelde. Zu den besten Stuecken der Einrichtung gehoeren z. B. ein Gemaelde auf Glas mit der Darstellung „José Vendido” (18. Jh.), die Skulptur des Jesuskindes aus der Schule von Martínez Montañés (17. Jh.) und der karminrote, mit Goldgarn bestickte Terno, der von den Katholischen Koenigen gestiftet wurde (15. Jh.).
Die Kirche Santiago Apostol ist eine ehemalige Stiftskirche, die im 16. Jh. auf einer Moschee im spaetgotischen Stil errichtet und spaeter mehrmals umgebaut wurde. Sie liegt im oberen Teil des Dorfes, im Ruecken der Ruinen der arabischen Festung und besteht aus drei Schiffen, die durch auf quadratischen Saeulen ruhenden Rundboegen voneinander getrennt sind.
Am Hauptaltar befindet sich eine farbig bemalte Holzfigur aus dem 18. Jh., “Virgen del Rosario”, die von Rafael Ruiz Liébana geschaffen wurde. An der Fassade sind das Portal mit Rundbogen sowie der Turm, der als Abschluss ein pyramidenfoermiges Dach aus Keramikziegeln traegt, zu betrachten.
Die Kapelle von Veracruz wurde im Jahre 2000 erfolgreich restauriert. Sie besteht aus einem einzigen Schiff mit dekorierter Gebetsnische mit Stuckarbeiten, welche die “Virgen de los Rondales” beherbergt. Weiter oben befindet sich eine traditionelle Oelmuehle aus dem 19. Jh., die „Molino de los Mizos”, in der noch alle Geraetschaften erhalten sind.
Unter den Naturschoenheiten sind die Hoehle von La Yesera, die Quelle der Hoehle Fuente Quebrada, die Erdspalte von La Jácara, oder der kleine Wasserfall von El Chorredón hervorzuheben.
Das traditionsreichste Gericht von Casarabonela ist der “pipeo” (Bohnenkernsuppe mit Gemüse, der “puchero” und “olla” (Eintopfgerichte) in verschiedenen Variationen, die „sopas perotas“ (Suppe aus Brot, Zwiebeln, Knoblauch, Tomate, dazu frische Früchte), das Zicklein in Paprikasauce und das Kaninchen mit Knoblauch. Unter den einheimischen Sueßspeisen sind die „roscos de vino“ (Weinkringel) und die „tortas de aceite“ (Oelfladen) sehr beliebt.
ANREISE
Es gibt zwei Moeglichkeiten von Málaga aus: Ueber die Landstrasse A-357 nach Ardales. Hier nimmt man die MA-446 und biegt nach etwa 12 Kilometern auf die MA-445, die in Casarabonela endet.
Oder von der Autovía A-7 bzw. N-340 (zwischen dem Flughafen und Torremolinos) biegt man auf die Landstrasse A-366 in Richtung Coín ab, die nach Alozaina fuehrt, und von dort faehrt man auf die A-6208 bis nach Casarabonela.
Torremolinos liegt im Landkreis der Costa del Sol, zwischen den Auslaeufern der Sierra de Mijas und dem Meer, ca. 50 Meter ueber dem Meeresspiegel. Die Entfernung zu Malaga betraget 12 km und zum Internationalen Flughafen “Pablo Ruiz Picasso sind es ca. 5 km.
Aufgrund des Bevoelkerungsanstiegs in der Provinzhauptstadt Málaga wurden im Jahre 1923 zwei Projekte in Gang gesetzt, um das Wasser von Torremolinos nach Málaga umzuleiten. Dadurch verwandelte sich die Gemeinde Torremolinos in einen Stadtteil von Málaga, aber seit 1988 ist es eine eigenstaendige Gemeinde mit vier Ortskernen: Altstadt, El Calvario, El Bajondillo, La Carihuela.
Die Vorgeschichte dieser Gemeinde geht 150.000 Jahre zurueck. Aus dieser Zeit stammen neun menschlichen Schaedel, die in den heute verschwundenen Hoehlen Cueva del Tesoro, Tejones, Encanto und Tapada gefunden wurden, die sich an der Punta de Torremolinos, dem heutigen Castillo de Santa Clara befinden.
Hier wurden ebenfalls Armbaender, Ketten, Ringe, Axtspitzen und Tongefaeße gefunden.
Weiterhin sind Funde aus dem Neolithium aufgetaucht (5.000 Jahre v. C.), die nach Aussage des Historikers Juan Temboury von einem mesopotamischen Volk stammen.
Dank guter Verbindungsstrasse zwischen Torremolinos, Málaga und Cádiz, wurden im Ort, waehrend der roemischen Herrschaft, drei Poekelfabriken errichtet. Leider sind heute nur noch wenige Reste einer Fabrik auf dem Gelaende des ehemaligen Campamento Benítez erhalten.
Die Araber nutzten den, im Gebiet Los Manantiales entspringenden und am Strand ins Meer muendenden Fluss und errichteten entlang des Flusslaufs mehrere Muehlen.
Mitten in der Herrschaftszeit der Nasriden, (rund um 1.300) begann am Ende der Calle San Miguel, der Bau eines Wehrturms, der zum Zwecke der Verteidigung dienen sollte. So wurde der Name des Ortes geboren: Turm (span. torre) und die Muehlen (span. molinos).
Die katholischen Koenige der Hauptstadt erteilten kurz nach der Eroberung von Málaga, das Eigentumsrecht auf die Quellen von Torremolinos, was einige Jahre spaeter (1511) von Johanna der Wahnsinnigen bestätigt wurde. Jahre spaeter blieben die Muehlen wegen fehlenden Wassers ausser Betrieb.
Alonso Martin, der erste Einwohner von Torremolinos (sein Name taucht in einem offiziellen Dokument auf), war als Waechter fuer den Turm angestellt. Zu seiner Aufgabe gehoerte, Alarm zu schlage, im Falle eines Angriffs von Meerseite aus. In einem Dokument, das sich im Archiv der Kathedrale von Málaga befindet, ist festgehalten, dass ein solcher Angriff 1503 stattfand.
Da die Belagerung der Küste von Málaga durch Korsarenschiffe kein Ende nahm, wurde im Jahre 1770 mit dem Bau einer Festung begonnen. Sie beherbergte Kasernen fuer Kavallerie und Infanterie, Wohnungen, Kapelle und Lagerraeume. Die Anlage war bis 1830 als militaerischer Stuetzpunkt in Betrieb, dann wurde sie zu einem Stuetzpunkt der Grenzsoldaten umfunktioniert, und Jahre spaeter ging sie in Privateigentum ueber. Von dieser Festung sind noch einige Reste in dem als „La Bateria“ bekannten Bereich erhalten.
Den Grundstein für die erste touristische Einrichtung für die gesamte Costa del Sol legte gegen Ende des 19. Jh., der in Torremolinos niedergelassene britische Staatsangehoerige Sir George Langworthy, in dem er die Burg von Santa Clara erwarb und im Jahre 1930 zu einer Hotel-Residenz umbaute.
Kurz darauf ließ Carlota Alessandri ihren Gutshof Cortijo de la Cucazorra zum Parador von Montemar umbauen, im darauf folgenden Jahrzehnt eroeffnete das Hotel La Roca seine Pforten und gegen Ende der vierziger Jahre wurde das Restaurant mit Festsaal El Remo in La Carihuela in Betrieb genommen.
Mit der Eroeffnung der Hotels Los Nidos und des Pez Espada (dem ersten Luxushotel in der Gegend), in den fuenfzigen Jahren, war der Name von Torremolinos endgueltig mit dem Fremdenverkehr verknuepft.
50 Jahre spaeter befand sich der Ort an der Spitze des internationalen Tourismus, in der ganzen Welt bekannt. Torremolinos hat den ersten Platz in der Rangordnung der Ferienziele, verfuegt ueber eines der groeßten Freizeitangebote der Costa del Sol, eine wunderschoene Strandpromenade und Straende.
Wenn man durch die Calle San Miguel, die das neuralgische Zentrum von Torremolinos ist, zum Meer hinunter geht, stoesst man auf den Pimentel-Turm, ein bemerkenswertes altes Bauwerk, das nach der Ansicht von Juan Temboury im 14. Jh. erbaut wurde. Er beschreibt ihn als „ein rechtwinkliges Prisma von 7,20 x 6,10 Metern an der Basis und 6,63 x 5,05 Metern am oberen Rand, mit einer Hoehe von 12 Metern“.
In anderen Epochen war der Turm auch unter anderen Namen wie „Torre de los Molinos“, „Torre Molinos“ und „Torre de Molinos“ bekannt.
Das extravagante Navajas-Haus “Casa de los Navajas”, in der Calle Las Mercedes, wurde im Jahre 1925 von einem Einwohner im Neomudejar-Stil erbaut. Dieser Baustil (Nachahmung der Bauwerke der Mauren aus der Zeit vom 14. bis zum 16. Jh.) hatte bei der iberoamerikanischen Ausstellung von Sevilla im Jahre 1929 großen Anklang gefunden.
Die Muehle “Molino de Inca”, im Bereich Los Manantiales gelegen, ist eine der aeltesten Muehlen, die es in der Gemeinde gab (im Jahre 1923 existierten 19 Mühlen) und die erste, die Wasser aus dem Gebirge empfing. Sie wurde damals zum Mahlen von Getreide benutzt, heutzutage ist sie restauriert und rundherum hat man einen botanischen Garten von 40.000 Quadratmetern angelegt, in dem mehr als 150 Palmen von 50 verschiedenen Arten, 300 Baeume von 60 verschiedenen Gattungen sowie 400 Buesche verschiedenster Herkunft zu sehen sind.
Zwischen dem Ortszentrum und Los Manantiales befindet sich der Sportkomplex „Ciudad de Torremolinos“, eine der groeßten Anlagen ihrer Art in ganz Andalusien, die aus zahlreichen Einrichtungen besteht, wie z. B. Rasenfussballplatz (wo im Winter zahlreiche auslaendische Mannschaften ihre Trainingslager abhalten, wenn in ihren Heimatlaendern ein Training unter freiem Himmel nicht moeglich ist), oder Fußballplaetze mit Aschebelag, Tennis- und Paddleplaetze, Mehrzwecksporthalle Palacio San Miguel, Olympiaschwimmbecken Virgen del Carmen, Leichtathletiklaufbahn usw.
Einer der bekanntesten gastronomischen Anziehungspunkte der Costa del Sol, ist das
am westlichen Rand der Gemeinde gelegene Viertel “La Carihuela”, das Paradies des beruehmten „pescaíto frito“ (frittierte Kleinfische), eine typische gastronomische Spezialitaet.
Die Strandpromenade verbindet dieses Viertel mit denen von Bajondillo und Playamar, deren Straende und gastronomisches Angebot, genau wie in La Carihuela, ihrem Ruf gerecht werden.
In der Nähe des Stadtzentrums liegt der Kongress- und Ausstellungspalast von Torremolinos mit ueber 22 Tagungsraeumen für 12 bis 900 Teilnehmer sowie einer Ausstellungshalle, in der bis zu 180 Messestaende Platz finden.
Zu den wichtigsten kulturellen Einrichtungen von Torremolinos gehoert das Staedtische Auditorium Príncipe de Asturias, das auf einer Fläche von 6.500 qm erbaut wurdeund Platz für bis zu 1.790 Personen mit bzw. etwa 5.500 Personen ohne Bestuhlung bietet. Es finden dort Auffuehrungen von Opern und Operetten, Theater, Tanzveranstaltungen und manchmal auch große Bankette statt.
Das Erlebnisbad „Aqualand“, in der Calle Cuba, 10, bietet auf seinen 70.000 qm Freizeitflaeche viele Attraktionen, angefangen von der Riesenrutsche „Kamikaze“ mit 24 Metern Hoehe, über das Piratenschiff, die Burg, der Wasserpfeil bis hin zu Wasserfaellen, Jacuzzi, Minigolf und ausgedehnten Gruenflächen mit Baeumen. Es ist für viele Besucher eine hervorragende Ergänzung zum Meer und Strand.
In dem Krokodil-Park (ebenfalls in der Calle Cuba), kann man ueber 300 Krokodile, suedamerikanische Kaimane und amerikanische Alligatoren betrachten.
Die Flaeche von 16.000 qm, ist auf einen Bambuswald aus Malaysia und Borneo, einen grossen See von 6.000 qm mit fuenf Inseln fuer die Krokodile, ein Affenhaus, ein Museum, einen Praesentationsbereich und einen Aussichtspunkt verteilt .
Anreise
Die Autovía del Mediterráneo A-7 und die ehemalige Nationalstraße N-340, sind die Zufahrten zu diesem Fremdenverkehrsort, egal ob man direkt vom Flughafen oder von einem anderen Punkt an der Costa del Sol kommt. Der Weg ist entlang der gesamten Kueste gut ausgeschildert.
Liegt 20 Kilometer westlich von Málaga, zwischen den suedlichen Auslauufern der Sierra de Mijas und dem Meer, auf einer Hoehe von 280 Metern ueber dem Meeresspiegel.
Die Gemeinde besteht aus drei Ortskernen, die miteinander verbunden sind: Benalmádena-Pueblo, Benalmádena–Costa und Arroyo de la Miel.
Eine Version ueber den Ursprung des heutigen Namens der Gemeinde scheint eine Ableitung des arabischen Ausdrucks Ibn al-Madin zu sein, was soviel wie “Söhne der Minen” bedeutet. Es waren jedoch die Mauren, die ursprünglich der Gemeinde ihren Namen gaben.
Wie die Funde in den Höhlen Cueva del Toro, Los Botijos oder Las Zorreras beweisen, fanden die ersten menschlichen Ansiedlungen in dieser Gemeinde im Oberen Steinzeitalter statt. Zwischen dem 8. und dem 7. Jh. v. C. ließen sich in dieser Gegend die Phoenizier nieder und spaeter folgten die Roemer (Poekelfabrik in Benal-Roma sowie Ueberreste von Siedlungen in Torremuelle und Capellanía). eine stabile Bevoelkerung begann sich zu bilden, als im 18. Jh. mehrere Papierfabriken eroeffnet wurden. Einige Jahre spaeter, durch den Weinanbau, wuchs die Bevoelkerung an. Der Weinbau ging aufgrund einer Seuche durch die Reblaus zu Beginn des 20. Jh. unter. Die Wirtschaft wurde durch Tourismus, das in den sechziger Jahren begann, unaufhaltsam nach oben gebracht.
BENALMÁDENA-PUEBLO ist ein typisch andalusisches Dorf, mit engen Strassen, weißgekalkten Hauusern und aufgrund seiner Naehe zum Meer mit einigen phantastischen Aussichtspunkten ueber die Costa del Sol.
Sehenswert sind hier unter anderem die Kirche “Santo Domingo”, errichtet im 17. Jh., spaeter verschwand ihre urspruengliche Struktur beim Wiederaufbau.
Neben der Kirche gibt es einen Aussichtspunkt, die „Jardines del Muro“ (Mauergaerten), mit einem herrlichen Panoramablick.Der Entwurf stammt vom Architekt César Manrique.
Die beste vorkolumbische Kunstsammlung Europas sowie Objekte aus der Neusteinzeit und der Roemerzeit beherbergt das Archaeologische Museum, das sich om der Avenida Juan Peralta, 43 befindet. Die Marmorplatten, die den Boden des Gebäudes bedecken, stammen von einem Schiff aus dem 18. Jh., das vor Benalmádena gesunken war, zusammen mit einer “Jagenden Diana“ aus dem 16. Jh., die in einem der Saele ausgestellt ist.
BENALMÁDENA-COSTA -rund um Sonne und Strand- ist fuer das touristische Angebot wie große Hotels, Spielkasino, Jachthafen, Seilbahn, Vergnuegungsparks wie Tivoli, Selwo Marina oder Sea Life, Golfplätze, Geschaefte aller Art, etc. international bekannt.
ARROYO DE LA MIEL stellt das wirtschaftliche Zentrum der Gemeinde dar, konzentriert einen großen Teil der Bevoelkerung und der staedtischen Dienstleistungen.
Seit 30 Jahren gibt es den Vergnügungspark “Tivoli World”, in Arroyo de la Miel mit Attraktionen für jedes Alter, Restaurants für alle Geschmaecker, Freilufttheater, in denen die bekanntesten Darsteller auftreten, und alles dies umgeben von ueppigen Gaerten und Springbrunnen.
Das Freizeitgelaende “Cumbre del Calamorro“ stellt eine weitere Alternative für diejenigen Besucher dar, die mit der Seilbahn auf den Gipfel des Monte Calamorro (770 Meter) fahren.
Die spektakulaeren Ausblicke umfassen nicht nur den Kuestenstreifen, sondern auch einen Teil des Hinterlandes der Provinz. Hier befindet sich auch ein Restaurant mit Bar. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Esel zu mieten, auf dessen Ruecken man einen der Rundwege um den Gipfel unternehmen kann.
Der Eingang zur Seilbahn befindet sich auf dem Vorplatz des Tivoli.
Direkt am Strand steht die Burg “Castillo de Bil-Bil”. Es handelt sich um ein Bauwerk im maurischen Stil, mit rot gestrichener Fassade und Verzierungen aus Keramikfliesen und Reliefs im exquisiten Stil der Nasriden. Die Brunnen, ebenfalls Erbstuecke der moslemischen Kultur, zieren die Seiten der Burg. Außerhalb des Gebaeudes hat man herrliche Aussichten ueber die Straende von Benalmádena.
Das Gebaeude wurde im Auftrag des Ehepaares León und Fernanda Hermann in den dreißiger Jahren errichtet. Enrique Atencia, ein Architekt aus Málaga, wurde mit dem Projekt und der Bauausfuehrung beauftragt. Die Hermanns haben die Burg nie bewohnt, weil sie beschlossen haben, das Gebaeude zu verkaufen, als im Jahre 1936 der Buergerkrieg ausbrach.
Es wurde von der amerikanischen Familie Schestrom erworben und sie wohnte dort bis in die achtziger Jahre. Es gab verschiedene Schwierigkeiten und Verhandlungen, die mit dem Erwerb des Gebaeudes durch die Stadtverwaltung endeten, die es zum Kulturzentrum bestimmte. Heute finden dort von der Stadtverwaltung organisierte Konzerte, Ausstellungen, Vortraege, kulturelle Veranstaltungen und sonnabends standesamtliche Trauungen, statt.
Entlang der Kueste sind bis heute, die aus dem 16. Jh. stammenden, Wachtuerme von Torrebermeja, Torrequebrada und Torremuelle erhalten, die zur Verteidigung, wegen den ständigen, vom Meer ausgehenden Angriffe durch Piraten, errichtet wurden. Die beiden ersten sind maurischen Ursprungs und der dritte wurde spaeter schon unter christlicher Herrschaft errichtet. Ihre konisch geformte Silhouette bestimmt eines der typischen Landschaftsbilder der Kuestenregion von Benalmádena.
Die Burg “Castillo de Colomares” wurde zwischen 1987 und 1994 von Dr. Esteban Martín y Martín erbaut. An diesem Bauwerk sind in einer seltsamen, fast traumähnlichen, aber optisch sehr eindrucksvollen Symbiose so ziemlich alle architektonischen Stilarten vereint. Gleich neben dieser architektonischen Raritaet liegt der “Jardín de las Aguilas“ (Adlergarten), in dem Vorführungen aus der Falkenzucht mit verschiedenen Voegeln dargeboten werden.
Der “Parque de la Paloma” (Park der Tauben) ist die groeßte Gruenzone der Gemeinde. Auf einer Flaeche von ueber 200.000 qm sind Kanarienvoegel, Papageien, Kaninchen, Ziegen, Schafe etc. zu sehen, in einem kuenstlichen See leben Enten, Pelikane, Schildkroeten usw.
Eine weitere Besonderheit dieser Gemeinde ist die “Estupa de la Iluminación“ (Figur der Erleuchtung). Sie wurde am 4. Oktober 2003 eingeweiht und ist mit 33 Metern Hoehe und 25 Metern Breite die groeßte Buddhafigur der westlichen Welt. Sie traegt eine Goldkuppel, die von der gesamten Kuestenregion zwischen Fuengirola und Benalmádena zu sehen ist. Der Meditationssaal hat eine Fläche von 100 qm und 6 Metern Hoehe.
Sie besitzt Wandgemaelde, welche die wichtigsten Stationen aus dem Budhas Leben zeigen. Die Gemaelde stammen von Kuenstlern aus dem Himalaja. Es handelt sich um ein Denkmal an Buddha, das Harmonie, Wohlstand und Frieden symbolisiert, deren Ursprung 2.500 Jahre zurueck liegt.
Die “Aula del Mar” (Schule des Meeres) ist ein Aquarium, in dem eine Ausstellung der Mittelmeerfauna mit erzieherischen und umweltschuetzerischen Veranstaltungen verknuepft wird.
Der “Puerto Deportivo“ (Jachthafen) von Benalmádena verfuegt ueber fast 1.000 Liegeplaetze, eine Tauchschule und die komplette Infrastruktur eines Hafens seiner Gueteklasse (Wasserski, Segeln). Der Jachhafen ist einer der groeßten Anziehungspunkte fuer die gesamte Costa del Sol. Mehrere Millionen Personen besuchen jaehrlich die Vielzahl von Bars, Restaurants und Diskotheken, die es entlang der Hafenpromenade gibt.
Hier befindet sich auch “Sea Life Benalmádena”, ein eindrucksvolles Aquarium, in dem eine Ausstellung der ausgefallensten Meerestiere aus dem Mittelmeer, der Suedsee und der Ozeane zu sehen sind. Besonders interessant ist der Bereich der Haie und der Seepferdchen.
“Selwo Marina” ist ein Wildpark mit Meerestieren. Bei dieser einzigartigen Expedition durch die Neue Welt kann man die Meeressaeugetiere und Voegel Suedamerikas entdecken, nd das erste Delphinarium Andalusiens mit den intelligenten Maultierdelphinen oder „Flaschennasen“ besichtigen. Selwo Marina verfuegt auch ueber die einzige Eislandschaft von Andalusien mit natuerlichem Umfeld verschiedener Pinguinarten.
Der Rundgang, bei dem man nach und nach die verschiedenen Themengebiete des Selwo Marina entdeckt, beginnt auf dem Platz „Placita de las Américas“ (Plaetzchen Amerikas). Man kann zwischen verschiedenen Routen waehlen. Eine der Routen fuehrt zu den warmen Gewaessern der Karibik, wo die Delphine leben. Die zentrale Route fuehrt nach Amazonas zu den exotischen Vogelarten. Die dritte Route fuehrt in die eisige Landschaft des Suedpols, wo man die Pinguine betrachten kann. Auf dieser Expedition kann man zahlreiche Beispiele der Vegetation jenes Kontinents bewundern.
Es gibt auch einen Kinderbereich mit Rutschen, Wippen, Haengebruecken, Kletterspielen usw., sowie einem „Dschungel“, speziell fuer die Kleinsten entworfen.
Selwo Marina verfuegt ueber mehrere Gastronomie-Bereiche mit guter Auswahl an Gerichten und Menues.
ANREISE:
Ueber die Autovía del Mediterráneo (AP-7; N-340) oder per Eisenbahn. Durch die Nahverkehrslinie hat man auch Anschluss nach Fuengirola, Torremolinos und in die Provinzhauptstadt.
Ein Teil des Programms „Dinamización de Senderos 2008″ (Belebung von Wanderwegen) der Provinzialverwaltung Málaga ist die Strecke „Macharaviaya - Iznate - Benamocarra", die 11 km lang, mit mittlerem Schwierigkeitsgrad und in 3-4 Stunden zu bewaeltigen ist.
Die Wanderroute fuehrt durch wechselnde Landschaften der drei Gemeindegebiete der Axarquía und beginnt da, wo sich der Weg nach Antequera und die Vereda de Macharaviaya kreuzen. Von der Kreuzung aus geht es durch das Gebiet Los Pulgares, mit einem schoenen Blick auf den Naturpark Sierra Tejeda und das Mittelmeer. Nach Ueberqueren des Wasserlaufs Arroyo de la Hereta gelangt man in die Straβen der Gemeinde, die zur Straβe Richtung Iznate führen.
Bevor man Iznate mit seinen engen, steil angelegten Straβen betritt, kann man noch am hoechsten Punkt der Strecke “Melonar”anhalten.
Parallel zum “Fluss Iznate” gelangt man nach Benamocarra.
MACHARAVIAYA
27 km von Málaga entfernt liegt Macharaviaya, ein Ort in der Axarquía, mit gepflasterten engen Gassen maurischen Ursprungs und weißen Haeusern.
Die Geschichte Macharaviayas, besonders im 18.Jahrhundert, ist eng mit dem Namen der einflussreichen Familie Gálvez, zu deren Mitgliedern der Gruender der Stadt Galveston im amerikanischen Texas und zwei mexikanische Vizekoenige gehoeren, verknuepft.
Das Gálvez-Museum beherbergt eine Ausstellung des Kunsterbes jener Familie. In der Iglesia San Jacinto, die dank der Spenden der Familie auf einem aelteren Gotteshaus errichtet wurde, ist die Familiengruft erhalten. Die Koenigliche Spielkartenmanufaktur “Real Fábrica de Naipes” beherbergt heute Wohnungen.
Macharaviaya war Standort der ersten Agrarbank Andalusiens.
Der Ortsteil Benaque, die Wiege des Dichters Salvador Rueda, liegt nur knapp 3 km entfernt. Ein Museum erinnert an sein Vermaechtnis. Ebenso interessant ist die im Mudéjar-Stil errichtete Kirche Virgen del Rosario, deren Turm das Minarett der ehemals an ihrer Stelle befindlichen Moschee ist.
Macharaviaya ist heute bei Kunsthandwerkern und Kuenstlern wegen seiner Ruhe und Schoenheit beliebt. Seine Fiestas de San Bernardo werden Anfang August gefeiert.
IZNATE
Dieses kleine, beschauliche Dorf liegt im Herzen der Axarquía, in der Nähe des Flusses Iznate. Die engen, verwinkelten und steilen Dorfgassen sowie die Gebaeude arabischer Herkunft machen Iznate zum perfekten Reiseziel mit entspannten Tagen auf dem Land.
Die Umgebung ist von zahlreichen Schluchten und abgerundeten Formationen durchzogen, voller Olivenhaine, Mandelbaeume und Weinberge, die das so typische Landschaftsbild der Gebirge in diesem Landkreis darstellen.
“Fuente de los Tres Deseos”, der älteste Brunnen des Dorfes, wie auch die Kirche “Iglesia de San Gregorio” (16. Jh.), die ein Zurbarán zugeschriebenes Ölgemaelde besitzt, sind die Hauptanziehungspunkte für Besucher.
Anfang August findet das Fest der Muskatellertrauben statt, das man nicht versaeumen sollte. Zu dem umfassenden Programm gehoeren unter anderem Ausstellungen, Kunstworkshops, Flamenco-Abend, Auftritte von ‚Rociero’-Choeren und Tanzgruppen.
In Iznate wird Tradition und Brauchtum grossgeschrieben. Zu dem typischen Gastronomieangebot gehoeren Wurstwaren, Suppen und das Hefegebaeck ‚Hornazo’ mit einem harten Ei, das zum Fest der Maikreuze zubereitet wird.
BENAMOCARRA liegt im Landkreis Axarquía, 41 Kilometer von der Provinzhauptstadt und 5 Kilometer von Vélez Málaga entfernt. Das Dorfbild wird durch die volkstuemliche Architektur gepraegt, bestehend aus niedrigen, hoechstens zweigeschossigen Haeusern mit sehr steilen Strassen und Gassen.
Der Ortsname Benamocarra (bedeutet “Soehne von Mukarran”) verraet die arabische Abstammung. Seine Geschichte vor der Eroberung durch die Christen aehnelt den anderen Gemeinden, die aus ehemaligen maurischen Gutshoefen hervorgingen, sehr. Im Jahre 1478 wurde der Ort durch Ferdinand den Katholiken erobert und nach der Vertreibung der Morisken im 16. Jh., durch alte Christen aus Antequera, Puente Genil, Estepa und anderen Orten neu besiedelt.
Vom urspruenglichen maurischen Dorf sind heute noch einige Ueberreste in der Naehe des Brunnens “Pozo Luchina” zu sehen.
Zu weiteren Sehenswuerdigkeiten dieser Ortschaft gehoert die Pfarrkirche Santa Ana, die im 16. Jh. errichtet und im Jahre 1949 mit grossen Strukturveraenderungen restauriert wurde. Sie besteht aus drei Schiffen, die auf Saeulen ruhenden Boegen voneinander getrennt sind. Der Turm an der Fassade, mit rechteckigem Grundriss und die Deckenkonstruktion des Mittelschiffes, beide im Mudejar-Stil sind das Interessante an dieser Kirche.
Auf dem Dorfplatz ist ein einfaches Denkmal fuer Eduardo Ocón Rivas (1833-1901) gesetzt , der in Benamocarra geboren wurde und zu den beruehmtesten Komponisten aus Málaga gehoert. Er ragte vor allem durch kirchliche Kompositionen hervor („Miserere“ ist sein bekanntestes Werk), waehrend in der profanen Musik die „Rapsodia andaluza“ und „Cantos españoles“ hervorzuheben sind.
Die kleine Kapelle „Santo Chiquito“ wurde der Legende nach, in Erinnerung an folgendes Ereignis errichtet: Im 18. Jh. wurde Benamocarra von einer Epidemie heimgesucht und die Einwohner beschlossen, nach Torre del Mar zu gehen, um eine Christusfigur, der viele großartige Wunder nachgesagt wurden, ins Dorf zu holen. Als man die Figur wieder an ihren Herkunftsort zurueck bringen wollte, nahm die Figur ein so ungeheures Gewicht an, dass man sie nicht bewegen konnte. Die Epidemie verschwand ganz ploetzlich, und die Kapelle wurde an der Stelle errichtet, wo das Gewicht der Figur seine Rueckkehr nach Torre del Mar verhinderte.
Die Landschaft besteht aus einer Reihe von Bergrücken, ohne zu große Hoehenunterschiede, bepflanzt mit Olivenhainen, Mandelbaeumen, Orangen- und Zitronenplantagen. Die Grundlage der einheimischen Wirtschaft stellen zum großen Teil die subtropischen Gewaechse dar.
GASTRONOMIE
An der Spitze eines Speiseplans stehen in Benamocarra das „frito moruno con morcilla“ (Gericht mit Blutwurst), der Avocadosalat und der “gazpachuelo” (Fischsuppe) wie auch vielleicht das typischste Gericht dieser Gemeinde die „coles moreás“, dessen Zutaten Kohl, in Olivenöl frittierter Knoblauch, rote Paprika, Blutwurst und Paprikawurst sind.
Eine weitere kulinarische Empfehlung ist der Eintopf aus Kichererbsen mit gruenen Bohnen und Mangold. Bei den Sueßspeisen sind die „roscos de vino“ (Weinkringel), die „roscos de anís“ (Aniskringel) und die weihnachtlichen „pirulíes“ (Gebaeckstangen) zu nennen. Besonders beliebt ist „vino moscatel“, der Muskateller Wein.
ANREISE
Von der Costa del Sol aus über die Autovía del Mediterráneo (A-7, N-340), die auf der Hoehe von Vélez Málaga Anschluss an die A-335 hat. Von dieser Strasse zweigt die MA-135 ab, die direkt nach Benamocarra fuehrt.
Das Gemeindegebiet Almargen liegt 510 Metern ueber dem Meeresspiegel, im Westen des Landkreises Antequera, im Einflussbereich des Flusses Guadalteba und grenzt an die Provinz Sevilla. Die Entfernung zu Málaga betraegt 105 Kilometer.
Die Pfarrkirche „Inmaculada Concepción“, die im 16. Jahrhundert gebaut und im folgenden Jahrhundert umgebaut wurde, liegt in der Naehe des Dorfplatzes. Die Fassade des Tempels ist im manieristischen Stil gehalten, aber ihr flacher Glockenturm ist ganz eindeutig Barock. In ihrem Inneren sind einige wunderschoene Umkleidungen im Mudejarstil im Mittelschiff erhalten.
Auch die römischen Graeber in der Sierra de Rebollo, die von hohem archaeologischen Interesse sind, muessen unbedingt erwaehnt werden.
Der groeßte Teil des Gemeindegebietes von Almargen besteht aus Feldern (abgesehen von dem der Serranía de Ronda, wo das Gelaende abwechslungsreich ist). Das Land ist ideal für Anbau von Getreide, Sonnenblumen und Olivenhaine.
Aufgrund seiner vielfaeltigen Vegetation und dem Ueberfluss an Wasser, das an manchen Orten medizinische Eigenschaften besitzt, eignet sich die Gegend besonders gut fuer Alternativurlaub, zum Wandern und Radfahren.
Pinienbaeume, Eichen, Weidenbaeume, Pappeln sowie aromatische Kraeuter wie Thymian, Ginster oder Zistrose bedecken ausgedehnte Flaechen. Wenn der Besuch in die Zeit der Bluete der Felder mit Getreide und Huelsenfruechte faellt, dann kommt der Reisende in den Genuss von ungewoehnlichen Panoramablicken.
Seit Ende der Neusteinzeit, wie aus den archaeologischen Funden, die zufaellig beim Bau einer Strasse entdeckt wurden, zu entnehmen ist, haben die hervorragenden Bedingungen des Bodens und die gute Erreichbarkeit dieser Gegend die Ansiedlung von Menschen hier und die Nutzung als Handelswege begünstigt.
Dank des Durchgangsverkehrs auf der Verbindungsstrasse, die zwischen Tartessos und Mainake errichtet wurde, erlebte die Gegend, mit der Ankunft der Phoenizier, ihren ersten wirtschaftlichen Aufschwung.
Einige Jahrhunderte spaeter bauten die Roemer die Via XI, welche die Orte Antikaria und Acinipo miteinander verband, also Antequera und Ronda la Vieja (Altes Ronda) und deren Trasse auch durch das Gebiet um Almargen fuehrte. Anhand dieser Kenntnisse ist es anzunehmen, dass Almargen schon einige Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung ein strategisch wichtiger Ort mit ueberdurchschnittlicher wirtschaftlicher Aktivitaet war.
Nach der Romanisierung der Gegend, scheint es in der Geschichte von Almargen eine Luecke zu geben, die erst nach der maurischen Herrschaft geschlossen wird. Aus dieser Zeit sind nur der Name der Gemeinde und einige Keramikfunde aus dem Tal der beiden Fluesse Corbones und Almargen geblieben. Nach der Eroberung des Landes durch die christlichen Truppen verlaeuft die Geschichte dieses Dorfes parallel zu anderen in der Naehe liegenden Orten.
Anreise
Von Richtung Malaga faehrt man ueber die Landstrasse N-331 bis zur Abfahrt zur A-92 (Richtung Sevilla), ganz in der Naehe von Antequera. Nach ca. 7 Kilometern biegt man auf die A-384, Richtung Campillos ab. Die Ortschaft durchfahren, die selbe Strasse fuehrt nach Almargen.
Marbella liegt zwischen den Auslaeufern der Sierra Blanca und der Kuestenlinie, 56 Kilometer von Malaga entfernt, im Herzen der Westlichen Costa del Sol. Sie steht innerhalb der Provinz Málaga, hinsichtlich seiner Einwohnerzahl (117.000) an zweiter Stelle.
Von jeder Stelle im Ort ist die unverwechselbare Silhouette der Sierra Blanca zu sehen. Der Norden ist mit seinen Gipfeln von über 1.000 Metern Hoehe besonders gebirgsreich und wird von zahlreichen Talsohlen durchzogen. Die gruene Farbe der großzuegigen Flaechen mit alten Korkeichenwaeldern, ausgedehnten Pinienwaeldern und einigen Olivenhainen, die zusammen mit den Rasenflaechen der 14 Golfplaetze ist ein hervorragender Werbetraeger für den hochkaraetigen Tourismus.
Sehenswuerdigkeiten:
Kirche La Encarnación, Kapelle Santo Cristo de la Vera Cruz, Kapelle Santiago, Bonsai-Museum, Museum Cortijo Miraflores, Hospital Bazán (Museum für Gravurkunst), Hospital San Juan de Dios, maurische Festung, Thermen oder römische Bäder bei Guadalmina, römische Siedlung von Río Verde, Casa del Corregidor (Haus des Stadthalters), Rathaus.
Eines der bemerkenswertesten Bauwerke aus der westgotischen Epoche, ist die palaeochristliche Basilika von Vega del Mar, bei San Pedro de Alcántara.
Nach den Waffen und Werkzeugen zu urteilen, die man im Coto Correo, im Stadtteil Las Chapas sowie in der Hoehle von Pecho Redondo (Neusteinzeit), an den suedlichen Auslaeufern der Sierra Blanca gefunden hat, empfing Marbella seine ersten wenigen Siedler schon in der Vorsteinzeit.
Mit Ausnahme der phoenizischen Funde bei Río Real, gibt es von anderen Kulturen keine weiteren Funde bis zum Ende der Herrschaft der Karthager, von denen Reste bei Río Verde vorhanden sind, etwa fuenf Kilometer von Marbella entfernt.
Manche Wissenschaftler schließen die Moeglichkeit nicht aus, dass Marbella von Roemern gegruendet worden sein koennte, die waehrend ihrer Anwesenheit in diesen Gebieten bemerkenswerte Spuren, wie die Thermen von Guadalmina, die Siedlung von Río Verde hinterlassen haben. Manche vermuten sogar, es koenne sich um das beruehmte Salduba der Iberer handeln, von dem bei Plinius und Ptmolomeus die Rede ist. Andere behaupten, es koenne sich um Cilniana handeln, das in der Reisebeschreibung von Antoninus erwaehnt wird. Die damalige aeußere Stadtgrenze stimmt ohne Zweifel mit der heutigen Altstadt ueberein.
Auch wenn die Ueberreste von Tuermen und Mauern der noch bestehenden Festung in die Zeit der Mauren gehoeren, der untere Teil ist auf jeden Fall roemischer Herkunft, wie auch die Fundamente einiger anderer Gebaeude rund um “Plaza de los Naranjos” (Platz der Orangenbaeume) roemischen Ursprungs sind. Aufgrund dieser Hinweise, musste der Ort waehrend der roemischen Hegemonie eine gewisse Bedeutung besessen haben.
Seit der maurischen Invasion stand der Ort unter der Herrschaft verschiedener Dynastien, bis 1274 die Benimerer die Macht uebernahmen; anschließend unterstand der Ort, wie auch seine gesamte Umgebung, bis zur Eroberung durch die Katholischen Koenige im Jahre 1485 dem maurischen Koenigreich von Granada.
Bergbau hatte in Marbella im 19. Jh. eine große Bedeutung, Man hatte hier Hochoefen zur Nutzung des Eisenerzes eingerichtet, welches in den Bergwerken der Sierra Blanca abgebaut wurde. Innerhalb eines Jahrhunderts verwandelte sich die Stadt von einem bekannten Industrieort zu einem weltweit bekannten Urlaubsort.
Anreise:
Nach Marbella gelangt man ueber die Landstraße N-340 oder ueber die gebuehrenpflichtige Autobahn AP-7. Beide Straßen sind sehr gut ausgeschildert.
Die Gemeinde Algarrobo liegt nur 3 km vom Meer entfernt, auch wenn sie sich nzwischen immer mehr in Richtung Kueste ausdehnt. Am hoechsten Punkt eines Huegels liegt die Kapelle ”San Sebastian”, des oertlichen Schutzheiligen. Sie ist eine, in 1975 erstellte Replik des Originals aus dem 17. Jh., die aufgrund ihres schlechten Zustands abgerissen werden musste. Ihre einfache Bauweise besteht aus einem einzigen Schiff mit lateinischem Kreuz. Die Umgebung der Kapelle wurde als Freizeitpark mit ueppigem Baumbewuchs, Gaerten und Springbrunnen hergerichtet.
Das bedeutendste kirchliche Bauwerk von Algarrobo ist die Pfarrkirche “Santa Ana”, im Zentrum des Ortes. Sie wurde im 17. Jh. mit einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes errichtet. Ihre drei Schiffe, die auf achteckigen Saeulen ruhen, sind durch Reihen von Rundboegen voneinander getrennt. Besondere Beachtung verdienen die getaefelten Holzdecken und die Betnische aus dem 18. Jh. Ein Glockenturm vervollstaendigt die Architektur dieser schlichten Kirche.
In den steilen engen Gassen kann der Besucher an vielen Fassaden Mauernischen zur Heiligenverehrung (wie sie frueher Brauch war) entdecken und von ihren zahlreichen Aussichtspunkten aus einen herrlichen Blick genießen.
Ein wahres Muss für Geschichts- und Kunstliebhaber ist das Archaeologie-Museum der Provinz Málaga, wo die Funde der Ausgrabung der phoenizischen Totenstadt Trayamar zu sehen sind, die nach Aussage der deutschen Archaeologen Schubart und Niemeyer, die jahrelang diese Ausgrabungen untersucht haben, als historisch bedeutendste und bemerkenswerteste paleopunische Begraebnisstaette des westlichen Mittelmeerraums gilt. In den Graebern wurden nicht nur Juwelen, sondern auch einige Objekte griechischen Ursprungs gefunden, die möglicherweise von den Phoeniziern oder sogar von den Griechen selbst hergebracht wurden.
Bei den Graebern handelt es sich um eine Ansammlung aus vorpunischer Zeit, die zu einer Phoenizierstadt gehoerten, welche wahrscheinlich rund um eine Fabrik entstanden ist, deren Bau im 7. Jh. v. C. zeitlich mit der Errichtung der Stadt Karthago zusammenfaellt.
Algarrobo besitzt zwei Exemplare von den zahlreichen, entlang der Küste Málagas noch erhaltenen Wachtürmen. Den “Torre Ladeada” (schiefer Turm), maurischen Ursprungs, der auch als “daleá” (eine Verunstaltung des tatsaechlichen Namens) bekannt ist und den “Torre Nueva” (neuer Turm), der aus dem 16. Jh. stammt. Beide wurden errichtet, um die Bevoelkerung vor Eindringlingen, sowohl vor feindlichen Heeren wie vor Piraten, zu warnen.
Die größte Augenweide für Besucher Algarrobos ist die Naturerscheinung in den Monaten Januar und Februar, wenn die Mandelbaeume blüten. Die Mandeln gehoeren natuerlich zu den Grundzutaten der beruehmten Oelkuchen aus Algarrobo, einem Erbe der Araber. Wein, Sardinenspieße und die kalte Suppe Ajoblanco vervollstaendigen das koestliche Gastronomieangebot vor Ort.
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Die Gemeinde Cuevas de San Marcos, mit ungefähr 4.000 Einwohnern,
liegt im Norden des Landkreises Antequera, an der Grenze zur Provinz Córdoba, auf einer Hoehe von 420 Metern ueber dem Meeresspiegel.
Der Ortskern erstreckt sich ueber einen Bergruecken, vom Tal des Genil bis zur Sierra de Malnombre und bis zum Gipfel Camorro de Cuevas Altas und ist einer der interessantesten Flecken in dieser Gegend, in denen sich Niederwald, Olivenhaine, Pinien, Eichen, Mandelbaeume und sogar die ruhigen Wasser des Stausees von Iznájar abwechseln.
Die Kirche San Marcos ist das repraesentativste Bauwerk des Ortes. Sie stammt urspruenglich aus dem 17. Jh., jedoch im 18. Jh. wurde sie einem tiefgreifenden Umbau unterzogen, aus dem eine harmonische Kombination von Barock und Neoklassizismus entstand. Dieser letztgenannte Stil ist an der eindrucksvollen Fassade zu finden.
Das Innere besteht aus drei Schiffen mit Halbgewoelben. An ihrem Aeußeren sticht der Glockenturm aus drei Baukoerpern hervor, der mit einem spitzen Dach abschließt, welches mit auffälligen glasierten Keramikkacheln gedeckt ist.
Die Kapelle der Carmen ist etwas bescheidener als die Pfarrkirche und wurde erst im 18. Jh. erbaut. Sie besteht aus einem einzigen Schiff sowie einem Backsteinturm mit Dach aus Keramik. In ihrem Inneren befindet sich die sechseckige Gebetsnische mit einer Laterne.
Ein unverwechselbares Zeugnis dafuer, dass die ersten menschlichen Siedlungen in dieser Gegend aus der Vorgeschichte (Chalkolithikum) stammen, ist die Hoehle von Belda, die in dieser Gegend sicherlich der Ort von groeßtem Interesse für Besucher ist. Es handelt sich um eine große Hoehle von karstigem Ursprung, gefuellt mit Stalaktiten und Stalagmiten, die rund um drei unterirdische Seen angeordnet sind. Die hier gemachten praehistorischen Funde sind von außerordentlicher Bedeutung, wobei das wichtigste Objekt dieser Fundstaette wahrscheinlich eine Goetzenfigur von nur sieben Zentimetern Laenge ist, die in einen Tierknochen geschnitzt wurde. Eine weitere archaeologische Fundstaette von großem Interesse ist die von “Medina de Belda”, auf dem Gipfel der Sierra del Camorro gelegen. An dieser Stelle befand sich frueher die Stadt Belda, die gemaess den Chroniken aus 200 Haeusern bestand, von denen heute nur noch wenige Reste erhalten sind. Die Existenz des Dorfes Belda im Jahre 298 v.C. wird von Ptolomeo in seiner „Geografie“erwaehnt, wodurch belegt ist, dass der Ort schon vor der Ankunft der Roemer existierte. Aus dieser Zeit sind Muenzen aus der letzten Kaiserzeit, ein Bronzesarg, Amphoren und einige Mosaiksteinchen gefunden worden, mit denen man ein groeßeres Mosaikstueck rekonstruieren konnte, welches das Gesicht einer jungen Person zeigt. Belda war schon waehrend der Roemerzeit eine der wohlhabendsten Staedte der Betica (Andalusien), aber unter den Arabern gewann sie sogar noch weiter an Bedeutung.
Die verschiedenen Zivilisationen, haben alle Spuren ihrer Kulturen hinterlassen. Die staendige Anwesenheit der Menschen in dieser Gegend bezeugen viele Funde wir z. B.
der als „Kind mit Stein“ bekannte Menhir, die Ueberreste von iberischen Keramikarbeiten, die Aexte und andere Werkzeuge aus der Bronzezeit, die an verschiedenen Stellen gefunden wurden. Ebenfalls gibt es Ueberbleibsel eines Turms und einer Zisterne.
Seit der Invasion der Moslems im Jahre 711 bis zum 10. Jh., war diese Gegend Schauplatz für turbulente Ereignisse, unter denen der Aufstand von Omar Ben Hafsun gegen das Omeya-Kalifat besonders zu nennen ist. Obwohl diese widerspruechliche Figur sein Hauptquartier in Bobastro hatte, errichtete er Festungen zur Verteidigung an verschiedenen Stellen in der Provinz Málaga, eine davon in Belda auf dem Gipfel Cerro del Camorro.
Im Jahre 1424, eroberte Pedro de Narváez, der Statthalter von Antequera, mit 350 Maennern, Belda. Er ließ die Häuser und die Festung zerstören, die von Omar Ben Hafsun erbaut worden waren. Juan II. übergab die Ländereien von Belda, die in vier Güter unterteilt waren, an die Stadt “Antequera”. Zwei von ihnen waren der Ursprung für die Ortschaft “Cuevas Altas” und aus den anderen beiden entstand später der Ort “Cuevas Bajas”.
Anreise
Von Málaga aus faehrt man über die Schnellstrasse A-45 (bzw. N-331) in Richtung Antequera. Bevor man in die Stadt kommt, faehrt man auf die A-92 und nach weniger als drei Kilometern nimmt man erneut die N-331 (keine Schnellstrasse mehr) in Richtung Lucena. Genau an der Grenze zur Provinz Córdoba nimmt man die Abfahrt zur Landstrasse A-6212 und nach Passieren von Cuevas Bajas kommt man acht Kilometer spaeter nach Cuevas de San Marcos.
Im Norden des Bezirkes Antequera, wo die Provinz Málaga an die Provinz Córdoba grenzt, liegt auf einer Hoehe von 323 Metern in der sogenannten Subbetica von Málaga, ein kleiner Ort mit etwa 1.600 Einwohnern, namens “Cuevas Bajas”, der soviel wie untere Hoehlen heisst. Die Entfernung zur Provinzhauptstadt betraegt 72 km.
Den Spaziergang durch Cuevas Bajas sollte im Zentrum des Ortes innerhalb der Altstadt, bei der Kirche San Juan Bautista, beginnen. Das Gotteshaus aus Mauerwerk und Ziegel stammt aus dem 18. Jahrhundert, erbaut auf einem kleineren Tempel. In ihrem Inneren ruhen auf starken Saeulen drei Schiffe, die durch Rundboegen voneinander getrennt sind. Als Besonderheit befindet sich auf der linken Seite die Kapelle des Tabernakels. Dieser Altar wurde 1706 angefertigt und das Taufbecken aus rotem Marmor stammt aus dem Jahr 1606. Zwei Nischen an der Straße bezeugen die Verehrung des Volkes für manche Heiligenbilder, wie der Virgen del Carmen in der Calle Victoria, oder des Jesús Nazareno in der Calle Archidona.
An der Calle Real und der Plaza de la Reja befinden sich die bemerkenswertesten zivilen Gebaeude dieses Ortes, wie die „Casa de los Cristales“ (Haus der Fenster) und die „Casa de Felipe Quintana“. Nennenswert ist auch die schmucke Fassade des ehemaligen Gasthauses von Juan González. Das Gasthaus war mal ein Treffpunkt der beruehmtesten bandoleros (Banditen) des 19. Jh. . In jeder Zeit war dieses Dorf auch unter seinem zweiten Namen bekannt: “Cueva de los Ladrones”, also Hoehle der Diebe.
Unter den Stammgaesten finden sich Namen wie Antonio Vargas Heredia, Chato de Benamejí, Salvador González, Luis Artacho und Gebrueder Caldera.
Am Ufer des Genil geht es mit Vergnügen weiter. In der Flusssenke steht noch immer ein Wasserrad aus dem 19. Jahrhundert. Einen herrlichen Panoramablick auf das Tal geniesst man von der Hoehe des “Altos den San Antón". Ebenso empfehlenswert ist ein Besuch des bewässerten Anbaugebiets Huertas del Marqués oder
der Doerfer “La Moheda”, wo man das Wasser des Brunnens trinken sollte und “El Cedrón” mit juedisch-maurischer Vergangenheit, wo ein guter Teil des mittelalterlichen Zaubers noch erhalten ist.
Eines der Wahrzeichen von Cuevas Bajas, dem sogar ein Fest am 1. Sonntag im September gewidmet ist, ist die „Zanahoria morá” (lila Karotte). Das eigentümliche Gemüse mit lila Oberfläche wird am Flussufer des Rio Genil angebaut.
Dies ist ebenso typisch wie auch die „porra“ (Tomatencreme mit hartgekochtem Ei), oder das einheimische Getraenk „Resoli” (hausgemachter Likoer aus sueβem Anisschnaps, Kaffeebohnen und der Kraeuterpflanze Hierbalusia). Noch urspruenglicher sind der „hornazo“ (Brotkranz mit einem hartgekochten Ei in der Mitte), die „gachas de mosto“ (Mehlspeise mit Most), die „migas“ (geroestete Brotkrumen mit Beilagen), der „puchero“ (Schmortopf) und der „potaje“ (Eintopfgericht). Sehr beliebt sind die „tortas de aceite“ (Oelfladen) und die „roscos de vino“ (Weinkringel).
Der kleine Ort CARRATRACA (850 Einwohner) befindet sich 540 Meter über dem Meeresspiegel und liegt im Norden des Landkreises Valle del Guadalhorce, an der Grenze zum Landkreis Antequera, 55 Km von Ronda und von der Provinzhauptstadt entfernt. Es lassen sich auch in Carratraca, wie auch in den Grenzgemeinden, einige der landschaftlichen Eigenarten feststellen, die einige Kilometer weiter typisch für die Landschaften um Ronda, Antequera und das eigentliche Guadalhorce-Tal sind. So ist z. B. das Gelände in der Sierra de Alcaparaín sehr steil und wesentlich sanfter geformt in den Bergen von Baños y Aguas.
Die Vegetation passt sich ihrem Untergrund an, so dass in den Taelern, die vom Las Cañas durchflossen werden, Olivenhaine und Getreidefelder zu finden sind und in manchen Gegenden dichte Pinienwälder und Unterholz vorherrschen, waehrend in der Naehe vom Flussbettes gibt es auch noch Obst- und Gemueseplantagen.
Viele Stellen des Ortskerns sind hervorragende Aussichtspunkte, von denen man eine wunderschoene Landschaft der Sierra Blanquilla ueberblickt.
In einer Erdgrube von 40 Metern Tiefe in der Sierra de Alcaparaín wurde ein Grab aus der Neusteinzeit mit einigen Ueberresten, Malereien und Keramiken. gefunden, welche die Existenz des Menschen seit jeher in diesem Landstrich bestaetigen. Von den Roemern, die sehr bald die heilenden Kraefte des hier in Carratraca aus der Erde sprudelnden, schwefelhaltigen Wassers entdeckten, wurden Muenzen von Tiberius, Claudius und Caesar in der Fundstaette von La Glorieta entdeckt.
Der tatsaechlicher Ursprung des aktuellen Carratraca liegt im 19. Jh., als Konsequenz der Erweiterung eines Landgutes namens AGUAS HEDIONDAS, in dem es ein Kurbad und eine Kapelle aus dem 18. Jh. gab.
Aufgrund des Zustromes von Menschen, die herkamen um die heilenden Kraefte des Wassers zu nutzen, wurde mit dem Bau eines neuen Kurbad 1847 begonnen und die Arbeiten wurde 1856 beendet.
Die beste Werbung fuer das Kurbad, waren die beruehmten Persoenlichkeiten, die das Bad besuchten, unter anderen Eugenia de Montijo, die wohlhabende Familie Heredia, Cánovas del Castillo oder der englische Dichter Lord Byron. Schaetzungsweise kamen gegen Ende des 19. Jh. etwa 5.000 Personen jaehrlich zur Badesaison nach Carratraca, was sich in der Wirtschaft des Dorfes bemerkbar machte.
Außer dem Kurbad besaß das Dorf zu jener Zeit zwei Casinos und eine mehr als eigenwillige Stierkampfarena.
ANREISE:
Von Málaga aus faehrt man ueber die Landstrasse A-357, welche ohne Abbiegungen direkt in die Umgebung von Carratraca fuehrt. Ein gut sichtbares Straßenschild weist auf die Zufahrt zum Ort hin.
Der Tag in Lisboa beginnt mit Ruhe mit einem Fruehstueck in einer der zahlreichen “Snack Bars”, die sich fast an jeder Strasse finden.
Vom Zentrum aus kann man zu Fuss in einer Viertelstunde, die auf 100 Meter Hoehe gelegene Burg “Castelo de Sao Jorge” erreichen. Sie wurde von den Arabern erbaut und in der Mitte des 12. Jahrhunderts vom Eroberer, Koenig Alfons I., eingenommen und die Stadt fiel an die Portugiesen.
In westlicher Richtung liegt ein 3.200 m langes Wahrzeichen der Stadt, die “Ponte 25 de Abril”. Wie die Golden Gate Bridge in San Francisco zieht sich die riesige, kupferfarben gestrichene Bruecke ueber die Bucht von Lisabon. Ueber zwei Ebenen (oben die Autos, unten die Zuege) rauscht der Verkehr auf dem 1966 errichteten Bauwerk.
Im Sueden, auf der anderen Seite der Bucht, erhebt sich eine 28 m hohe Betonstatue “Monumento a Cristo Rei”, die der Statue in Rio de Janeiro sehr aehnlich sieht.
In der oestlichen Richtung erhebt sich aus der Masse der alten Haeuser eine Reihe von Kirchtuermen, darunter die “Iglesia Monsterio Sao Vicente de Fora”.
Im Norden erstreckt sich das wahre Ausmass der Haupstadt – Hochhaeuser des modernen Lissabons.
Anders die Alstadt. Pure Nostalgie in Stadtvierteln “Baixa” und “Barrio Alto” oder am Platz “Praca de Figueira” im Zentrum. Auf dem Weg zurueck ins Zentrum liegt die Kathedrale, die “Sé”, die ihre Schoenheit erst im Inneren entfaltet. Ein riessiger Raum, von alten Saeulen gestuetzt.
20 Minuten von der Kathedrale entfernt, befindet sich noch das Geruest der einst riesigen gotischen Kirche “Iglesia do Carmo”. Als im November 1755 ein Erdbeben die halbe Stadt vernichtete und 60.000 Einwohner mit in den Tod riss, hielten auch die Mauer dieser Kirch nicht stand. Die Erinnerung an diese Katastrophe wird durch Anblick dieses steinernen Gerippes wachgehalten. Der einzige intakt gebliebener Raum dient heute als Museum, wo unter anderem zwei Kindermumien ausgestellt sind.
Von dem tiefer gelegenen Stadtviertel Baixa gelangt man auf die Huegel des Barrio Alto mit einem der vier “Elevadores”, die teils Aufzuege, teils Standseilbahnen sind. Der beruehmteste Aufzug der Stadt, der “Elevador de Santa Justa” ist ein 45 Meter hoher Turm, der 1902 von Gustave Eiffel entworfen wurde. Von dem Aussichtspunkt hat man einen wunderschoenen Blick auf die parallel liegende Burg.
Beim Essen kommen vor allem Liebhaber von Meerestieren kulinarisch auf ihre Kosten.
Die Altstadt kann bequem zu Fuss erkundet werden. Das etwas ausserhalb gelegene Belem-Viertel ist per Bus zu erreichen. Als Tagesausflug sind zu empfehlen das Kutschenmuseum und der Turm im Kloster “Monasterio de los Jerónimos”. Das Expo-Gelaende, in dem ein atemberaubendes, fuenf Millionen Liter Meereswasser fassendes Aquarium liegt, erreicht man mit der U-Bahn.
Lissabonaufenthalt laesst sich perfekt mit einem Strandurlaub kombinieren, da die Entfernung zu den beruehmten Sandstraenden von Estoril nur eine halbe Autostunde betraegt.
Die meisten Touristen fahren gleich hinter Marbella schnurstracks die Berge hinauf, obwohl es auch einen anderen Weg gibt, die geheimnissvolle Stadt aus dem Mittelalter zu entdecken. Sie fuehrt ueber die Staedtchen Alhaurin, Coin, Alozaina, Yunquera und EL Burgo, quer durch die Axarquia. Diese Landstrasse ist weniger gut ausgebaut, man ist laenger unterwegs, aber die Route ist bezaubernd.
Anfahrt von Malaga: Start ist in Churriana, Richtung Westen auf der Landstrasse A-366, entlang an ausgedehnten Obstplantagen und Kiefernwaeldern, kommt man geradewegs auf das urspruenglich arabische Staedtchen Coin am Fusse der Sierra de la Nieves zu. Es liegt 29 km von Malaga entfernt in einem fruchtbaren Tal am Rio Grande. Unter dem Namen Lacibis war es in der Roemerzeit ein Handelspunkt fuer Mineralien (vorwiegend Marmor und Eisen), die fuenf Kilometer weiter suedlich in der Sierra blanca abgebaut wurden. Die Stadt Coin wurde im 15. Jhd. von den Christen zurueckerobert, der Legende nach sollte Christopf Kolumbus beteiligt gewesen sein.
Von der Plaza de la Villa, wo es Parkmoeglichkeiten gibt, kann man einen kleinen Rundgang machen. Die Iglesia de San Juan wurde im 16. Jhd. in andalusischem Renaissance-Stil erbaut und gilt als Sitz der Stadtpatronin Virgen de la Fuensanta. Die Statue misst gerade mal elf Zentimeter.
Weiter geht die Fahrt entlang dem Rio Grande, die Serpentinen bergauf, vorbei an rotem Felsgestein. Keine halbe Stunde von Coin entfernt, in Richtung Norden, trifft man auf Alozaina. Jedes Jahr, um den 15. Juli, zur Feria-Zeit, verwandelt sich die Stadt, die 1977 den Titel “Schoenste Stadt Spaniens” verliehen bekam, auf eine sehr beeindruckende Art: Fahnen, Tuecher, Girlanden und Fackeln zieren dann die Gassen und Plaetze.
Von Alozaina geht es weiter ins Doerfchen Yunquera, von wo man bei gutem Wetter einen wunderschoenen Panoramablick auf die Serrania de Ronda hat.
Wenn man die Landstrasse A-366 weiter in Richtung Ronda faehrt, trifft man
auf das malerische Bergdorf El Burgo, wo vor allem, die in der Roemerzeit erbaute Steinbruecke beeindruckt. Sie fuehrt ueber das Flussbett (das im Sommer komplett austrocknet) des RioTiron. Die kleine Stadt bietet viele historische Bauwerke, die man allerdings aus zeitgruenden bei einer Tagestour nicht alle besichtigen kann.
Nach etwa drei Stunden Autofahrt gelangt man schliesslich, wenn man die Klippenstrasse weiter in Richtung Westen faehrt, in die historische Stadt Ronda. Sie stellt die groesste Atraktion der Region dar. Auf den Schultern eines riesigen Felses glaenzt die kleine Stadt, die durch die eindrucksvolle Tajoschlucht in zwei Teile geteilt ist. Ronda hat sogar in der Medienwelt einen festen Stellenwert: Fuer die Verfilmung der Oper Carmen stellte man das Wahrzeichen der Stadt –die Stierkampfarena- gern zur Verfuegung, Die historische Carmen war eine echte Rondeña. Beim Spaziergang durch die Stadt erlebt der Besucher Geschichte pur. Nicht nur die Tajoschlucht und die Stierkampfarena, auch schon das Schlendern durch den historischen Altstadtkern ist die lange Anreise wert.
Nach einem Tag voller Eindruecke kann man waehrend der Heimfahrt auf der Bruecke A-367 noch einmal die artenreiche und unberuehrte Fauna und Flora des von der Unesco geschuetzten Nationalparks Sierra de las Nieves geniessen.
Den Ausgangspunkt erreicht man über die Straße von Alhaurín de la Torre nach Alhaurín el Grande.
Um die ca. 2,6 Kilometer Strecke, mit geringem Schwierigkeitsgrad, zwischen der Quelle Fuente de Jarapalos und dem Pass Puerto de la Media Luna zurückzulegen, braucht man etwa eine Stunde. Sie ist zu jeder Jahreszeit begehbar und verläuft zwischen der typischen Vegetation eines mediterranen Hochwalds (Steineichen, Johannisbrotbäume etc.) und einer Fauna, in der der Iberiensteinbock am häufigsten vertreten ist.
Vom Valle del Guadalhorce aus ist die Strecke über die Straße von Alhaurín de la Torre nach Alhaurín el Grande zu erreichen. Man geht in die Richtung von Taubenschußbereich (‚Tiro de pichón’) und folgt den Weg ohne abzuzweigen bis man an den offiziellen Ausgangspunkt der Wanderung, “Fuente de Jarapalos”, gelangt.
Zwischen tiefen Abgründen direkt am Wegrand und auf engen Kurven geht es bergauf. Auf einer Abzweigung linker Hand gelangen wir auf den richtigen Pfad, der schließlich bis zum Puerto de la Media Luna führt. Von hier aus genießt man einen herrlichen Blick und kommt in den Genuss einer kleinen Kuriosität - einer Muttergotteskeramik auf einem Felsen fast am Ende der Strecke.
Stein auf Stein liegt uebereinander. Riesige Felsen, die an Untiere erinnern und Steilwaende, von denen jeder Kletterer traeumt – die Landschaft der Sierra de Utrera, die sich auf dem Gebiet der Gemeinden Casares und Manilva befindet. Vergleichbare Steinformationen weist nur der weitaus bekannterer TORCAL von Antequera im Landesinneren der Provinz Málaga auf.
Die Sierra de Utrera erstreckt sich ueber 470 Hektar. Das Gebiet ist zwar kein Schutzraum, ist aber in der Gemeinde Casares als nicht bebaubar geschuetz.
Ein Rundweg durch das Gebiet, in dem viele Vogelarten Schutz finden, fuehrt zunaechst durch den grossen CANUTO DE UTRERA, bis zu den roemischen Baedern von La Hedionda, in denen bereits Cäsar gebadet haben soll. Den Rueckweg kann man entlang dem Río Manilva – vorbei en mehreren Wassermuehlen- einschlagen.
Wegbeschreibung: Bei Km 7 der A-377, die von Manilva nach Gaucín fuehrt, beim Cortijo Los Llanos einbiegen und das Auto parken.
Es lohnt sich in das karstige Gebiet links der Schlucht hochzuwandern. Man kann Felsen, die bizarre Gebilde bilden, erklettern und wenn man Glueck hat, bekommt man auch frei lebende Gemsen zu sehen. Um den Weg durch die Schlucht (CANUTO) zu nehmen, muss man wieder an den Ausgangspunkt zurueckkehren. Man gelangt an eine Betonplattform und am Ende der Schlucht stoesst man auf eine kleine Kapelle, die ERMITA DE SAN ADOLFO. Von dort aus gelangt man zu den “Baños de la Hedionda”, die als Kulturgut geschuetzt sind und so viel wie “stinkende Baeder” heissen. Der Legende nach wohnte der Teufel in dem Gewaesser. Als er vom heiligen Jakobus von dort vertrieben wurde, raechte er sich und versetzte mit seinem Atem dem Flusswasser Schwefel. Die heilende Wirkung der Schwefelquelle entdeckten die Roemer. Julius Cäsar soll hier im Jahre 61 vor Christus eine Herpesinfektion auskuriert haben.
Von hier aus geht man entlang dem Río Manilva, vorbei an mehreren Wassermuehlen.
Am Ende dieses Hoehenwegs gelangt man zu einer kleinen Bruecke, ueber die man einen Pferdehof erreicht. Weiter geht es links an den Pferdestaellen bergauf, von wo man CASARES sehen kann. Dieser Weg fuehrt zu der Strasse, die Manilva und Casares verbindet, zurueck und nach ca. 1,5 km ist man wieder beim Auto.
Diese Wanderung ist nicht besonders schwierig und laesst sich in ca. vier Stunden schaffen. Am Wochenende kommen viele spanische Familien zum Picknick und Baden an die Baños de la Hedionda.
Wir möchten Ihnen zwei Wanderstrecken bis zum Enamorados-Gipfel vorschlagen:
1.Von Antequera aus, der Aufstieg ist leicht, wenn auch für das letzte Stück gewisse Vorsicht geboten ist., Dauer ca. 2 Stunden.
“Peña de los Enamorados’ lässt sich von Antequera in Richtung Archidona ereichen. Unterwegs zu sehen sind die Höhle Cueva de Viera, eine frühere Begräbnisstätte für Einzelbestattungen, wo sich wunderschöne Dolmen befinden, die Cueva de Menga, eine sehr gut erhaltene künstliche Aufschüttung, sowie der Dolmen del Romeral, vermutlich das modernste Element der gesamten megalithischen Fundstätte der Gegend.
Nach den Meilensteinen führt die Strecke auf der Straße weiter bis hinter die Kreuzung, an der es links nach Ronda geht. In der Ferne erwartet uns einsam der Peña de los Enamorados, der die Form eines Indianerkopfes hat.
Der Legende nach standen eine maurische Prinzessin und ein christlicher Ritter im Mittelpunkt einer Romanze, die sich in den Zeiten der religiösen und kulturellen Intoleranz als unmöglich erwies. Überzeugt von den Gefühlen, die sie füreinander hegten, beschlossen sie, sich ins Gebirge zu flüchten. Als sie sich schließlich umzingelt und ohne Ausweg sahen, besiegelten sie ihre Liebe für immer, indem sie sich gemeinsam von einem Felsen stürzten.
2. Vom schoenen Ort Yunquera, der im Herzen des Las Nieves liegt, mit der weltweit größten Edeltannenfläche, sowie weiteren Besonderheiten seiner Flora und Fauna.
Eine der schönsten Routen in der Region mit 5 Kilometern Länge (Dauer ca. . 6 Stunden) und mittlerem Schwierigkeitsgrad.
Die Route beginnt auf der Straße nach El Burgo. Nach der Burg wählt man den Weg, der links abgeht und geht bis zu einer weiteren Gabelung weiter. Auf dem Weg Richtung Stromwerk gelangt man geradeaus an eine Kreuzung. Dort wählt man den Aufstieg rechts, in Richtung eines kleinen Hügels, von dem aus man die Saucillo Schlucht sieht.
Parallel zur Schlucht geht man bis zu einer unechten Ebene weiter aufwärts. In der Ferne sieht man den 1775 Meter hohen Peñón de los Enamorados. Den endgültigen Aufstieg setzt man auf der einfacheren Ostseite fort, die jedoch trotzdem gewisse Schwierigkeiten zeigt.
Am Ende der Strecke kann den Weg des Cortijo de los Quejigales, einem Treffpunkt weiterer Routen, nehmen.
Auf dem Berg Maroma, um Velez-Malaga Gegend, sieht man bis in den Fruehling hinein den Schnee auf den Begrruecken liegen. Mit seinen 2.065 Metern ist er der hoechste Berg der Provinz Malaga, obwohl sein Gipfel in Wirklichkeit in der Provinz von Granada liegt. Wer die wunderschoene Aussicht (bei gutem Wetter) bis nach Gibraltar geniessen moechte, muss den Berg einmal besteigen. Der Aufstieg zum Gipfel soll vier Stunden dauern und der Rueckweg weitere drei Stunden. Zunaechst geht es einen Feldweg in westlicher Richtung bergauf und schon bald sieht man den Stausee “La Viñuela” tief im Tal vor sich ausgebreitet. Nach ca. einer Stunde macht der Weg eine scharfe Rechtskurve und wendet sich dem Gipfel zu, auch wenn man ihn nocht nicht sehen kann, weil er von einem Bergruecken verdeckt wird. Ein steiler Weg fuehrt den Berg hinauf.. Nach ca. einundhalb Stunden ist ein Plateau erreicht und der Feldweg ist zu Ende. Weiter geht es ueber einen schmalen Pfad, der auf ein gruen bewachsenen Hang fuehrt. Durch einen Pinienwald gelangt man in die baumlose Zone auf der Nordseite des Berges. Nach insgesamt vier Stunden Marsch ist der Gipfel endlich erreicht. Erst aus einer Entfernung von 50 Metern erkennt man ihnan dem aus Stein gemauerten Tuermchen, das sich in der Mitte des kleinen Hochplateaus befindet.
Neben dem Aufstieg von Alcaucin zum Gipfel des MAROMA gibt es noch drei weitere Moeglichkeiten. Ein Weg beginnt in Canillas de Aceituno, die beiden anderen haben die Picknickplaetze La Rahije zwischen Sedella und Canillas de Aceituno und El Robledal auf der Nordseite in der Provinz Granada als Ausgangspunkt. Im Internet sind zahlreiche Wegbeschreibungen auf deutsch zu finden.
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Das weitläufige Gemeindegebiet von Alhaurín de la Torre (ca. 28.000 Einwohner), im Westen des Landkreises Málaga, an der Mündung des Guadalhorce-Tals und etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, ermöglicht in gewisser Weise den weiteren Verlauf des Guadalhorce-Tals bis zur Küste. Ihre Nähe zur Provinzhauptstadt (ca. 17 Km) und nach Torremolinos (ca. 10 Km) haben dazu geführt, dass viele Einwohner dieser zwei Städte Alhaurín de la Torre als zweiten Wohnsitz oder, dank der guten Verkehrsanbindung an die Costa del Sol, als Pendlerwohnort gewählt haben. Trotz des großen städtebaulichen Wachstums hat Alhaurín de la Torre es verstanden, seine Identität und seine Traditionen zu bewahren und die typischen, entzückenden Winkel zu erhalten. Seine Flächen erstrecken sich zwischen dem Gebirge und der Talsohle von Málaga in einer offenen Landschaft, die an den Ausläufern der Gebirgszüge von Mijas und Cártama ansteigt und dann an Höhe verliert, je weiter man in das Tal kommt. Die Gemüsefelder, die Plantagen mit Zitrusfrüchten und subtropischen Produkten vermischen sich immer mehr mit den zahlreicher werdenden neuen Wohnanlagen.
Sehenswert sind: die Kapelle Santo Cristo del Cardón und Kapelle Alamillo, die Pfarrkirche San Sebastián, Aquädukt von Arcos de Zapata, Schutzhütte von Torrijos.
Angesichts der belegten Anwesenheit der Phönizier in Alhaurín el Grande und an der Mündung des Guadalhorce, ganz in der Nähe von Alhaurín de la Torre gelegene Orte, ist es mehr als wahrscheinlich, dass dieser Ort ebenfalls phönizischen Ursprungs ist, durch den auch die Turdetaniden gezogen sind, die genau wie die Phönizier, die in Alhaurín el Grande vorhandenen Silber- und Bleiminen bewirtschafteten.
Zur Zeit der Römer trug der Ort den Namen Lauro Vetus; er muss eine gewisse Bedeutung besessen haben, denn er wird in mehr als einer Chronik aus jener Zeit erwähnt. Manche Historiker glauben, dass in diesem Ort nach der Schlacht von Munda die Anhänger von Julius Cäsar, Cneo Pompeius getötet haben.
Später waren es die Mauren, die sich in der Gegend niederließen und den Ort Alhaurein oder Albarracín tauften. Nach der Eroberung durch die christlichen Truppen im Jahre 1485 erhielt er endgültig den Namen Alhaurín, dem der Zusatz “de la Torre” zur Unterscheidung von Alhaurín el Grande hinzugefügt wurde.
Bei heissen Temperaturen ruft das Meer . Doch die vollen Straende, heisser Sand und Faulenzen im Sonnenstuhl sind nicht jedermanns Sache. Wer sich lieber bewegen mag, und dennoch nicht auf ein kuehles Bad verzichten will, der sollte eine Flusstour wagen.
Natuerlich bedeuten Fluesse im Sommer nicht unbedingt totale Einsamkeit. So wird z. B. der “Barranco Blanco am Río de la Pasadas” zwischen Coín und Alhaurin el Grande am Wochenende haeufig von Familien der nahen Ortschaften aufgesucht. Weniger Besucher gibt es am Wochentag. Kleine Wasserfaelle und Lagunen laden zu einer Abkuehlung ein. Wer nicht ueber teilweise steil abfallende Felsen klettern will, muss wohl an einigen Stellen durch den Fluss schwimmen. Oleanderbuesche und Farn saeumen den Weg.
ANFAHRT: ueber die Strasse von Coín nach Mijas; kurz hinter dem Gelaende der ehemaligen Filmstadt “Ciudad del Cine” fuehrt die Strasse rechts zunaechst auf eine Sandpiste. Diese geht spaeter in eine asphaltierte Strasse ueber. An der Bruecke ueber dem Río de las Pasadas kann man parken.
Der “Charco de la Virgen“ (die Jungfrauenlagune) in Tolox ist viel einsamer, da er viel schwerer zugaeglich ist. Man muss ca. eine Stunde Fussmarsch auf sich nehmen, wovon die Haelfte sich leicht auf einem gut ausgebauten Pfad bewaeltigen laesst. Der Weg startet hinter der Kuranstalt von Tolox. Nach der ersten Haelfte wird er zwar noch durch silberne Pfeile markiert, aber man muss einen Teil ueber eine Orangenplantage, einen Bewaesserungskanal und schliesslich durch das Flussbett des wenig tiefen Río Horcajo zuruecklegen. Die Tour endet an einem Wasserfall mit einer kleinen Lagune, in der man schwimmen kann, als angenehme Entschaedigung fuer die Strapazen.
Eine gesunde und leichte Flussvariante ist der “Río Manilva” mit seinem stinkenden, schwefelhaltigen Wasser bei den “Baños de la Hedionda”. Schon Caesar soll darin eine Herpesinfektion kuriert haben. Ihren Gestank erhielten sie der Legende nach durch den Teufel, der damit den heiligen Jakob verschrecken wollte.
ANFAHRT: Zu den Baños gelangt man am besten, wenn man dem Río Manilva, vorbei am Feriagelaende, folgt. Wer noch ein Stueck wandern will, kann den Fluss weiter hinaufgehen, wo sich weitere Stellen zum Baden befinden.
Groesse Auswahl an den piscinas naturales (natuerliche Schwimmbecken) und Wasserfaellen findet man am “Río de la Miel” (Honigfluss) in Algeciras und am “Río Verde” (gruener Fluss) in der Provinz Granada.
Der Fluss Río de la Miel wurde schon im 12.Jhd. von dem arabischen Magnaten Ben Abi Ruh aus Algeciras gepriesen. Er schrieb ein Gedicht, in dem er eine Nacht mit seiner Geliebten am Ufer des Flusses beschreibt.
ANFAHRT von Malaga aus in Richtung Tarifa und man biegt an der letzten Ampel in der Stadt Algeciras rechts ab. Dort fragt man am besten nach der Casa de la Marquesa, wo der Fussweg beginnt. Die ersten Pools kommen gleich nach der alten Wassermuehle.
Der schattige Weg am Río de la Miel entlang beginnt in “El Cobre”, einem Vorort von Algeciras.
Am Río Verde entlang findet man viele Kletterer und hohe Wasserfaelle. Der Fluss befindet sich in der Naehe der alten Strasse, die Almuñecar und Granada verbindet. Die Strasse fuehrt mitten durch die grandiose Landschaft der Sierra de Almijara. Ein Schild weist auf den Einstieg zum Río Verde hin. Nach gut einer Stunde Wanderung kommt man an einen gruen glitzernden Pool mit einem hohen Wasserfall. Wer nun weiterlaufen mag, kann sich fuer zwei Wege entscheiden: Einer folgt dem Fluss, der an einigen Stellen recht steile Abhaenge hat, bietet aber tolle Ausblicke an Wasserfaelle, die bei den Kletterern sehr beliebt sind. Der andere fuehrt zu einem Stausee.
Ueber die Straende von Tarifa weht fast immer eine besonders kraeftige Brise. Der Ort liegt westlich der Meerenge von Gibraltar, keine 15 km von Nordafrikas Kueste entfernt, dort, wo der Atlantik auf das Mittelmeer trifft. Deswegen ist die Stadt eine Pilgerstaedte fuer Surfer, die sich an den heranschaeumenden Wellen erfreuen.
Viele Surfer leben den Grossteil des Jahres in Tarifa, was sich auch in den Schaufenstern etlicher Geschaefte durch ihre bunte Surfermode widerspiegelt.
Die Naehe zu Afrika verleiht dem Ort auch seinen Reiz. Wenn das Wetter mitspielt, wirkt der zweitgroesste Kontinent zum Greifen nahe, nicht nur von der Aussichtsplattform “Mirador”. Taeglich legen auch Faehren nach Tanger ab. Die Schnellfaehre erreicht das afrikanische Festland nach 35 Minuten.
Mehr Info hierzu unter T: 956681830 oder www.frs.es
Die Straende sind ohne entsprechenden Windschutz eine echte Herausforderung, aber dafuer traumhaft schoen: Das Wasser glitzert blau-tuerkis wie in der Karibik, der goldgelbe Sand ist weich und heizt sich durch den Wind nicht so auf, wie an der Costa del Sol. Wer sich vor dem Wind zurueckziehen will, sollte sich in die geschuetzte Altstadt begeben. Vom Hafen aus betritt man den alten Stadtkern zum Beispiel ueber den Mirador, vom neuen Zentrum aus fuehrt allein der Torbogen “Puerta de Jerez” durch die Stadtmauern. Die Altstadt hat zwei Gesichter, je nach dem, welche Stunde die Glocke der Matthaeuskirche aus dem 16. Jahrhundert gerade schlaegt: Morgens und tagsueber, kann man durch die kleinen schoenen Gassen schlendern und bummeln. Abends dann, wenn das Partyleben beginnt, draengen sich die Jugendlichen von einem Ort zum naechsten. Um vier Uhr ist Sperrstunde fuer alle Kneipen, nicht aber fuer die Diskotheken, wie z. B. “RIF”.
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In “La Linea de la Concepción", in der Stierkampfarena der Grenzstadt zu Gibraltar geht es nicht ums Toeten des Stiers. Wenn die Gruppe der so genannten “Recortadores” spaeter die Arena verlaesst, wird der Stier immer noch unbehelligt sein. Hier geht es vielmehr um Jahrtausende alte Akrobatik: Den Stier ueberwinden die jungen Maenner buchstaeblich im Flug. Spruenge, Saltos, Drehugen aller Art sind ihre Mittel, um dem maechtigen Tier auszuweichen. “Recortador zu sein, bedeutet mit dem Stier zu spielen” sagt Juan José Martínez, genannt “El Majete”. Die fuenf jungen Maenner sind haeufig auf den Ferias in ganz Andalusien unterwegs. Sie sind so gefragt wie nie zuvor. Es liegt nicht nur an guten Kontakten zu Veranstaltern und Rathaeusern, sondern offensichtlich auch daran, dass die Andalusier sich fuer das unblutige, aber kunstvolle Spiel tatsaechlich begeistern. Das erste Mal fand die Veranstaltung in Los Barrios statt, danach folgten weitere in Algeciras, La Linea und in einigen anderen Orten.
Der 30-jaehrige Martínez aus Puzol bei Valencia hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Gelernt hat er ihn, als 14-jaehriger, auf der Strasse bei den so genannten “Bous al carrer” – traditionellen Striertreiben durch die Strassen. Er hatte 1997 mit seinen Freunden die erste und bislang einzige Truppe der Recortadores gegruendet.
Von ihren schweisstreibenden Auftritten koennen sie bislang nicht leben. Noch arbeiten die fuenf im Winter in ihren Heimatorten. Doch natuerlich ist ihr groesster Traum, ihre Leidenschaft zu einem richtigen Beruf zu machen, aber leider in der Stierwelt sind die Recortadores immer noch nicht anerkannt. Das koennte sich aber bald aendern, denn immer mehr Fotografen und Fernsehsender entdecken die alte Kunst, die lange vergessen war. Das akrobatische und unblutige Kraeftemessen mit dem Stier ist aelter als seine blutige Matadorvariante: Schon die Minoer auf der griechischen Insel Kreta gaben ihre Verehrung fuer das gewaltige Tier mit den Hoernern Ausdruck und massen ihre Kraefte an ihm, indem sie Spruenge jeder Art vorfuehrten. Dies bewiesen mehr als 3.500 Jahre alte Darstellungen, die bei den Ausgrabungen in Knossos gefunden wurden.
Das Leben der Recortadores in Arena ist nicht weniger gefaehrdet als das des Matadors.. Juan José, der bislang sechs mal vom Stier auf die Hoerner genommen wurde und einmal sogar musste er operiert werden und ein Jahr zu Hause bleiben, sagt:
“Der Tod gehoert dazu, wie der Stier und die Geschicklichkeit”.
Drei bis vier Stunden taeglich ueben die jungen Maenner im Winter, auch wenn es bei den Auftritten ganz anders ist, weil sich die Bewegungen des 500 kg schweren Stieres nicht vorhersehen lassen. Der Stier ist wendig und aeusserst gefaehrlich.
Die Grundvoraussetzung fuer einen Recortador ist die Erfahrung, die sie nur bei zahlreichen Liveauftritten gewinnen koennen. Dabei sind nicht nur die Arenen von Valencia und Andalusien ihr Zuhause, sondern auch die von Madrid und Sevilla. Den Sprung ins Ausland (Frankreich, Ecuador, Deutschland) haben sie auch schon geschafft. Nicht nur in ihren Heimatorten klopft man anerkennend auf die Schultern. Ueberall aplaudiert das Publikum heftig, wenn die Fuenf sich am Ende vor ihm und dem Stier verneigen.
Die oestliche Region Andalusiens bietet zwei Oasen in wuester Landschaft: Die Golfanlagen von Desert Springs und Valle del Este.
Fuer den 2001 in Cuevas de Almanzora eroeffneten Wuestenplatz Desert Springs wurden mehr als 1000 Kakteen aus Teneriffa angepflanzt und Felsen zum Teil nach Hollywoodmuster aus mit Kunststoff ueberzogenen Altautos gebildet, um das entsprechende Ambiente zu vermitteln. Dazwischen verlaufen interessant angelegte Fairways und aufregend gesicherte Gruens. 900 Sprinklerkoepfe sorgen fuer die Bewaesserungaus eigenen Quellen und einer Recyclinganlage. Sandpfannen anstelle der Roughs, groessere Landeflaechen, Pot-Bunker, Wadis und ein Kaktus mitten auf dem Fairway vermitteln Arizona-Flair und ein anderes optisches Gefuehl fuer Laengen und Breiten durch die Wuestenlandschaft.
Ganz anders der wenige Kilometer entfernt in Vera gelegene Platz von Valle del Este. Die in die karge Landschaft von José Canales gesetzten Fairways bieten konventionelles und interessantes Golf – bei praezisem und taktischem Spiel. Es gibt jede Menge dramatischer Bergab-Abschlaege fuer die Herren (fuer die Damen ist es meist erheblich leichter). Und im Falle eines missglueckten Drives entschaedigen herrliche Rundblicke. Ein Loch, an das man sich besonders erinnert, ist die Nummer 8, ein Par 4, das steil bergab weist und auf dem das schmale Gruen blind anzuspielen ist. Der Kurs ist sehr ideenreich gestaltet, Wasser kommt immer wieder ins Spiel. Gemeinsam mit dem 18-Loch-Platz von Marina Golf und dem 9-Loch-Kurs von Cortijo Grande bietet das Gebiet von Vera-Mojácar ein interessantes Angebot fuer einen Golfausflug an die Costa Almería.
ANFAHRT: Von der Costa del Solfaehrt man am besten ueber Granada/A 92 Richtung Murcia, Abzweigung N-340 nach Huércal-Overa, weiter in Richtung Vera und Cuevas de Almanzora.
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Die Montes de Málaga (Berge von Mälaga) wurden 1989 zum Naturpark deklariert. Sie gehoeren allein den vielen Tier- und Pflanzenarten, die sich in dieser geschuetzten Umgebung entfalten koennen.
Man hat atemberaubende Rundblicke auf Costa del Sol, die Stadt Málaga und die umliegenden Bergketten.
Am Wochenende ist es ein Glueckspiel, einen Tisch oder Sitzplatz auf einem der vielen Picknickgelaende oder in den zahlreichen Gasthoefen zu ergattern.
ANFAHRT: Von der Umgehungsstrasse von Mälaga nimmt man die Ausfahrt Ciudad Jardin und biegt nach dem ersten Tunnel links ab und dann an der ersten Ampel wieder links in den Camino de Colmenar.
Die 30 km zum weissen Staedtchen Colmenarist gesaeumt von Aussichtspunkten, abzweigenden Wanderwegen sowie zahlreichen Gasthoefen mit ihren kulinarischen Verlockungen.. Besonders empfehlenswert, wegen der grossartigen Panoramablicken, sind der eher exklusivere Mirador de los Montes und das rustikale Bar-Restaurant am Puente de León.
Der Naturpark kann auf mehreren Wegen erwandert werden. Lohnenswert ist der Spaziergang auf der fuenf Kilometer langen Route “Sendero de Torrijos”, fuer die man etwa drei Stunden benoetigt.Hierfuer biegt man mit dem Auto einige hundert Meter nach der auf halber Strecke nach Colmenar gelegenen Gaststaette Fuente de la Reina links ab und faehrt die asphaltierte Strasse bis zum Lagar de Torrijos hinunter.
Der Lagar ist ein alter Bauernhof, der vom andalusischen Umweltministerium in ein
Museum umgestaltet wurde, stammt aus dem Jahr 1843 und hat eine eigene
Weinkellerei. Die regionaltypische Hausstruktur und die Ausstattung wurden bewahrt, und so kann der Besucher noch heute nachvollziehen, wie die Bewohner der Montes Wein kelterten, Olivenoel produzierten und Brot im Steinofen backten. Der Lagar war einer von ueber 800 landwirtschaftlichen Hoefen, die es einst in den Bergen von Málaga gab, und zeugt von einer Zeit, als die Montes ueber weite Flaechen landwirtschaftlich genutzt wurden. Als die Region nach der Reconquista unter den Eroberern aufgeteilt war, begannen sie mit der Anpflanzung von Weinreben, Oliven- und Mandelbaeumen. Mit der Rodung der Berge begann fuer die Stadt Malaga eine lange Epoche verheerender Ueberschwemmungen. Die Wiederaufforstung des Gebietes wurde erst zu Beginn des 20. Jhd. aufgenommen.
Die Wanderung zu Fuss beginnt unterhalb des Lagar de Torrijos und fuehrt auf einer huebschen kleinen Steinbruecke ueber den Bach Chaperas. Ein Schotterweg folgt dem Lauf des Wassers. Auf dem Weg kommt man an zwei weiteren Lagares vorbei, von denen allerdings nur noch die Ruinen zu sehen sind: der Lagar de Pacheco und Lagar de Santillana. Letzterer markiert den Endpunkt der Strecke. Die Rueckkehr erfolgt ueber den gleichen Weg. Am Fusse des Lagar de Torrijos laden die Picknickplaetze direkt am Bach zum Verweilen ein. Wir empfehlen auf den Rueckweg einen kleinen Umweg ueber das noerdlich gelegene Colmenar zu nehmen, denn von dort aus bieten sich eindrucksvolle Blicke auf die Sierra de Camarolos.
Von Colmenar geht es ueber Casabermeja und von dort aus ueber die Autobahn wieder zurueck nach Málaga.
Ecomuseo Lagar de Torrijos ist im Sommer nur freitags von 10 -14 Uhr geoeffnet. Info unter Tel: 951042100
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Jahrtausendelang galten Höhlen als bevorzugter Wohnort der Menschen. Die Sicherheit und Abgeschiedenheit, welche diese einfachen Felseinschnitte den prähistorischen Siedlern boten, suchten später auch andere Völker wie beispielsweise die Muselmanen, die als Urheber eines Großteils der in der Provinz Granada ausgehobenen Höhlen und Höhlenhäuser gelten. Diese unterirdische Baukunst, die treues Zeugnis über den geschichtlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel der Zeiten abgibt, verschmilzt ungemerkt mit dem Profil ihrer landschaftlichen Umgebung, der sie eine ausdrucksvolle und plastische Schönheit verleiht. Ein wertvolles Erbe, das in den Gemeindeverbänden Guadix y Marquesado und Baza-Huéscar –El Altiplano(die Hochebene) -anzutreffen ist und sich in unverwechselbares Merkmal und wichtige touristische Ressource dieser Region verwandelt hat.

Mythologie und Religion
Von jeher bestand eine enge Verbindung zwischen dem Heiligen und dem Boden. Die Römer errichteten unter der Erde das so genannte Elysium, den Aufenthaltsort für Helden und Halbgötter. Allgegenwärtig sind Höhlen auch in der christlichen Religion. Als wichtigste Beispiele dessen gelten vor allem die Verkündigungshöhle in Nazareth, die Höhle der Geburt in Bethlehem und das heilige Grab zu Jerusalem.

Die Höhlen und Höhlenhäuser befinden sich an Steilhängen Hügeln oder Schluchten und ihre Anordnung folgt keinem vorgefertigten Plan. Sie orientieren sich lediglich am Bodenrelief, zu dem sie gehören und am Stand der Sonne. Es gibt keine Straßen und die einzigen urbanen Bezugs-punkte sind Wanderwege und Regenfurchen. Neben den eher traditionellen Bauten stehen moder-nere Höhlenhäuser, die über angebaute Fassaden und Nebengebäude verfügen. Beide Häusertypen besitzen schlanke weißgetünchte Schornsteine sowie typische planzenbewachsene Vorplätze und höfe. Es existiert jedoch keine Vorgabe für den Innenraum. Man
muss sich einfach hinein begeben . . .
Moderne Höhlen
Gegen Ende des 19. Jh. und während der ersten Hälfte des 20. Jh., also zeitgleich mit Bevölkerungswachstum, Einwanderung und der Bewirtschaftung neuer Anbauflächen erlebten die Höhlen der Provinz Granada, die seit der Epoche der Názar-Dynastie als Familienwohnort dienten, eine neue Blütezeit. Die große Zuckerindustrie und der bedeutende landwirtschaftliche Anbau in den Gebieten um Hoya de Guadix und auf den Altiplanicies (Hochebenen) in Baza und Huéscar zogen eine Bevölkerung an, die einer finanziell schwachen und niedrigen Gesellschaftsklasse entstammte und eine billige Unterkunft benötigte, die sich sowohl ihrem traditionellen Lebensstil als auch ihrem Raumbedarf (Hofraum, Ställe, Silos usw.) anpasste. Ihr sowie den späteren Bewohnern dieser Kavernen ist es zu verdanken, dass sich diese Jahrtausende alte unterirdische Baukunst bedeutend weiterentwickelte. Um den Wohnraum komfortabler und praktischer zu gestalten, wurden im Laufe der Zeit einige seiner traditionellsten Aspekte verändert. Im 20. Jh. wurden die Höhlen mit Anlagen ausgestattet, über die herkömmliche Wohnungen bereits schon einige Jahre vorher verfügten. Die Modernisierung dieser eigentümlichen Wohnräume begünstigt ihre Entwicklung zu einer erstklassigen touristischen Ressource, die heute sowohl als Unterkunft als auch als Restaurant oder Museum genutzt wird.
Einige Caramba Tips:
Apartahotel - Pedro Antonio de Alarcón Caves
Bda. San Torcuato s/n Guadix Telf +34 958 664 986
e-mail: cavehotel@infonegocio.com www.andalucia.com/cavehotel
Unten roter Lehm, oben auf dem Hügel Schornsteine und kalkweiße Wände … ein unvergleichlich schöner Rahmen für Ihren Aufenthalt, der noch durch den hübschen Blick auf Guadix und die Sierra Nevada im Hintergrund ergänzt wird. Alle Höhlenhäuser dieses Komplexes verfügen über Heizung und zentralisierte Warmwasserversorgung, Fernsehen, Telefon, Küche Badezimmer, einen individuellen Vorplatz mit Grill und Außenparkplatz. Es steht eine gemütliche Höhlensuite für zwei Personen mit Whirlpool zur Verfügung, die mal eine andere Atmosphäre für eine ganz besondere Nacht bietet. Die Gemeinschaftszone, in der sich das Schwimmbad und das Restaurant befinden, ist Ort der Planung zahlreicher Ausflüge, Fahrradtrips oder Pferdewanderungen durch die Gegend. Zudem bieten sich als Freizeitaktivitäten Bergsteigen und Skilanglauf an.
Cuevas La Teja (Cortes de Baza) Telf +34 958 734 859
e-mail: reservas@cuevaslateja.com www.cuevaslateja.com
Dieser neue und völlig wieder hergestellte ländliche Tourismuskomplex befindet sich im Süden der Sierra de Cazorla und ist von vier wunderhübschen Stauseen(Bolera, Portillo, San Clemente und Negratín) umgeben.
Er besteht aus 9 tadellos hergerichteten Höhlen, die im bezaubernden ländlichen Stil dekoriert sind. Sie verfügen jeweils über einen Holzkamin, ein Bad und eine Küche mit kompletter Ausstattung, Warmwasser , Fernsehen, Schwimmbad, Grill, Parkplatz und T errasse. Cuevas La Teja stellt einen idealen Ausgangspunkt für die verschiedensten Freizeitaktivitäten dar: Wanderrouten durch die Naturparks Cazorla, Castril und Sierra de Baza, ein Besuch der Thermalbäder von Zújar oder ein kultureller Tagesausflug, auf dem man das Erbe von Orce,Huéscar und Galera genießen kann.
Cuevas del Tio Tobas
Ctra. de Almería, km 1 Alcudia de Guadix Telf +34 958 698 350
e-mail: tiotobas@tiotobas.com - www.tiotobas.com
Auf dem Weg von La Calahorra nach Alcudia de Guadix trifft man einen Kilometer vor der Ortschaft auf der rechten Seite auf eine Gruppe bestehend aus elf mit Sorgfalt gestalteten Höh- lenhäusern. Zur Dekoration derselben, die in jedem Haus unterschiedlich ist, wurden sowohl aus der Gegend stammende Materialien wie Holz und Stein als auch modernere Elemente eingesetzt. Auf diese Weise bewahren diese Häuser ihre natürliche Schönheit und ihren ländlicheinfachen Charakter, ohne dabei an Komfort und Raffinesse einzubüßen. Sie befinden sich neben einem Pinienwald und bieten einen spektakulären Blick auf das Piena-Tal und Sierra Nevada. Alle Häuser verfügen über 1-2 Schlafzimmer , Küche,Bad, große gemütliche Wohn-
zimmer, Kamin, Fernsehen, Telefon, Grill und Zentralheizung.
Außerdem gibt es ein Schwimmbad, einen kostenlosen Parkplatz und eine Bar/ein Restaurant.
Andalusien ist eine der wichtigten Regionen für Flamenco in Spanien. Einer der Geburtsorte des Flamenco ist der Zigeunerviertel von Sacromonte in Granada. Was die Experten la jondura und el duende nennen und ist Ursprung der zambra, einem Fest mit Gesang und Tanz, das auf das 16. Jahrhundert zurückgeht, genauer gesagt auf die Hochzeitsbräuche der Mauren in der Stadt.
Über die Ursprünge des Flamenco ist nichts bekannt, da Andalusien, historisch gesehen, ein wahrerer Schmelztiegel der Kulturen war. Einige Theoretiker vertreten den Standpunkt, dass diese Kunst aus den monochorden arabischen Gesängen hervorgegangen ist. And